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21. März 2014

Forscher des Max-Planck-Instituts richten Kita ein

Auf einem ehemaligen Parkplatz im Industriegebiet Nord steht eine Einrichtung zur Betreuung von Kindern.

  1. Eingeweiht wurde die Kita „Kleine Forscher“. Foto: Rita Eggstein

Die großen Forscher vom Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik (MPI IE) haben jetzt neben ihrer Wirkungsstätte im Stübeweg im Industriegebiet Nord auch ein eigenes Haus für den Nachwuchs: Am Donnerstag wurde 15 Monate nach dem ersten Spatenstich die Kita "Kleine Forscher" feierlich eingeweiht. Betrieben vom privaten Familien-Dienstleister "Concept Maternel", bietet sie Platz für zehn Krippen- und 20 Kitakinder.

Auf dem Rednerpult thront bei der Einweihung ein großes weißes Mikroskop – das Gastgeschenk des Hausherrn, MPI-Direktor Thomas Jenuwein. Die neue Kita wertet er als Ausdruck für die Bedeutung, die sein Haus einer "familiengerechten Personalpolitik" beimisst. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter sind Frauen. Eine perfekte Kinderbetreuung, heißt es, sei in der Wissenschaft ein absoluter Standortvorteil. Lange und flexible Öffnungszeiten, fast keine Ferienschließzeiten, durchgängig zweisprachig (englisch und deutsch) standen auf der Wunschliste der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle würden, so Jenuwein, von Concept Maternel (CM) "hervorragend erfüllt".

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Geschäftsführer Peter A. Fild präsentierte den Gästen ein pädagogisches Konzept, das Naturwissenschaft und Technik mit Kunst und Theater verbindet. In Freiburg betreibt das Dienstleistungsunternehmen neun Einrichtungen mit 357 Plätzen.

Noch in diesem Jahr wird die Stadt ihr Ziel erreichen, die Hälfte der unter dreijährigen Kinder mit einem Betreuungsangebot zu versorgen, versicherte Marianne Haardt, Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend und Familie (Aki). Ohne die Unterstützung von Akteuren wie dem MPI wäre sie noch nicht so weit. Rund 200 Plätze für unter und 100 für über Dreijährige seien seit drei Jahren in betrieblichen Einrichtungen entstanden. "Wir können nie genug bekommen", sagt Haardt und hofft auf eine spätere Erweiterung der "Kleinen Forscher". Eine mögliche Aufstockung hat Architekt Martin Wuttig auf den Holzpavillon mit 500 Quadratmeter Grundfläche schon vorgesehen. Auf dem hübsch gestalteten 1500 Quadratmeter-Grundstück, einem ehemaligen Parkplatz, haben die Kinder viel Auslauf. Die Max-Planck-Gesellschaft hat 1,3 Millionen Euro investiert. Vom Bund gab’s 120 000 Euro und aus einem Sondertopf für die Ausstattung 30 000 Euro von der Stadt, die die Betriebskosten wie üblich mit 68 Prozent bezuschusst. Das MPI belegt 50 Prozent der Plätze für die eigenen Mitarbeiter und steuert jeweils 300 Euro monatlich dazu. Die übrigen Plätze stehen vor allem Mitarbeitern der umliegenden Betriebe, offen – was für Jenuwein einer Aufwertung des Standorts Industriegebiet Nord gleichkommt. Er wünscht sich darüber hinaus eine bessere Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die "Kleinen Forscher" hatten eine Vorgängereinrichtung, die vor 20 Jahren aus einer Mitarbeiterinitiative entstanden war. Sie musste weichen, als mit Concept Maternelle ein neuer Träger einzog. Mit 15 Krippenkindern hat "Mäxle" an einem anderen Standort überlebt und sich völlig vom MPI abgenabelt.
Bei den Kleinen Forschern ist die Krippengruppe mit zehn Kindern voll. Kitakinder können aber noch aufgenommen werden. Leiterin Cornelia Voigtländer führt derzeit Aufnahmegespräche.

Autor: arü