Startschuss für Stadtviertel

Freiburg bekommt den neuen Stadtteil Dietenbach – und damit 6000 Wohnungen

Simone Lutz

Von Simone Lutz

Di, 24. Juli 2018 um 20:26 Uhr

Freiburg

Mit großer Mehrheit hat sich der Freiburger Gemeinderat am Dienstagabend für den neuen Stadtteil Dietenbach ausgesprochen. Gebaut werden sollen vor allem preisgünstige Wohnungen.

Die Stadt Freiburg baut 6000 Wohnungen für rund 15 000 Menschen – das hat der Gemeinderat am Dienstag Abend mit großer Mehrheit beschlossen. Mit 44 Ja- und 4 Nein-Stimmen machte das Gremium nach sechs Jahren Vorplanung den Weg frei zum Bau des neuen Stadtteils Dietenbach.

Alle Fraktionen betonten, es gehe vor allem darum, preisgünstige Wohnungen zu bauen. Zielvorstellung des Gemeinderats ist die 50-Prozent-Quote für Sozialwohnungen. Oberbürgermeister Martin Horn sagte: "Das wird eine Mammutaufgabe bleiben."



Wie der neue Stadtteil aussehen wird, ist noch nicht entschieden

Wie genau Dietenbach aussehen wird, ist jetzt noch nicht klar. Am Dienstag einigten sich die Stadträtinnen und -räte jedoch darauf, dass die Stadtverwaltung 2019 verschiedene Anträge prüfen solle. So möchten SPD, Unabhängige Listen, JPG und die Grünen einen Wohnungsmix, der auch die 50-Prozent-Quote berücksichtigt. Grüne, Unabhängige Listen und JPG plädieren unter anderem für einen Plus-Energie-Stadtteil, autoreduziertes Wohnen und die Vergabe von Flächen an Baugemeinschaften, Stadtbau, Genossenschaften, Mietshäusersyndikat, Studierendenwerk und lokale Arbeitgeber, die Betriebswohnungen einrichten wollen. Die CDU dagegen möchte die Hälfte der Flächen als geförderte Miet- und Eigentumswohnungen realisieren.

Die Stadtverwaltung wird dies alles durchrechnen. Die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, die die Flächen in einem Kooperationsmodell erwirbt, hat in einem offenen Brief versichert, sie strebe bei Dietenbach keine Gewinnmaximierung an: Es müsse bezahlbaren Wohnraum für breiteste Bevölkerungsschichten geben. Skeptisch ist die Sparkasse allerdings bei der 50-Prozent-Quote: Wenn sich zeige, dass dies zu wirtschaftlichen Nachteilen führe, müsse man darüber verhandeln, wer das wie finanzieren könne.

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