Freie Bahn für die neue Tramlinie

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Fr, 16. Januar 2015

Freiburg

Feierlicher Baubeginn der Stadtbahnlinie über den Rotteckring / Arbeiten am 66 Millionen Euro teuren Projekt beginnen im Februar.

Der Bau von Freiburgs neuer Stadtbahnlinie über den Rotteckring hat offiziell begonnen. Am Donnerstag setzten Vertreter von Stadt, Land und Bund das Großprojekt mit einem symbolischen Spatenstich aufs Gleis. Mit dem Stadtbahnbau geht die Erweiterung des Stadtzentrums einher – geplante Gesamtkosten: 66 Millionen Euro.

"Ein wunderbarer Tag für Freiburg", sagte Oberbürgermeister Dieter Salomon. Nach 25 Jahren Diskussion gehe es an die Verwirklichung. Mit dem Bau der Straßenbahnlinie über den Rotteckring werden Schulen und Arbeitsplätze an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen, sagte der OB. Parallel dazu soll der Platz der Alten Synagoge zu Freiburgs neuer Mitte, Fahnenbergplatz und Siegesdenkmal umgestaltet und die Innestadt größer werden. "Und sie wird wahnsinnig viel schöner", meinte Salomon. Es sei das Stadtbild prägendste Projekt seit der Einführung der Fußgängerzone 1972. Die wird erweitert, der Friedrichring neben der vierspurigen Straße und den Tramgleisen einen Boulevard erhalten.

Die ersten Bahnen rollen 2017

Das Signal zum Baubeginn gab Stephan Bartosch, Vorstand der Freiburger Verkehrs-AG. Er freute sich besonders, auch weil er als Kind an der Ecke zum Rotteckring gelebt hat. Die neue Linie ist Teil des Gesamtprojekts Stadtbahn Vauban-Rotteckring-Messe. 2006 ging die Vaubanlinie in Betrieb, im Dezember soll die Messelinie folgen. Vorarbeiten zur Rotteckringlinie laufen, doch richtig los geht’s am 2. Februar, wenn die Baustelle zum Abriss der Kronenbrücke eingerichtet wird. Autofahrer und Radler müssen sich auf neue Staus und Umwege gefasst machen.

Die Rottecklinie soll 55 Millionen Euro kosten. Den Bahnbau bezuschussen das Land mit 9,8 Millionen und der Bund mit 23,5 Millionen Euro. "Das ist eine wichtige Investition", sagte Thiemo Disl vom Bundesverkehrsministerium. "Wir hoffen, noch mehr Menschen zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen zu können", sagte Gisela Splett, Staatssekretärin des Landes, griff zum Spaten und schippte mit Salomon, Disl, den Bürgermeistern Martin Haag und Otto Neideck, den VAG-Vorständen Bartosch und Helgard Berger symbolisch Sand.

Die Bauarbeiter werden eine ordentliche Schippe drauflegen müssen: Schon 2017 sollen die Trams über den Rotteckring bis zum Stadttheater rollen, Ende 2018 müssen sie wegen der Zuschüsse dann bis zum Siegesdenkmal fahren.