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21. März 2017

Nach zwei Jahren ist das neue Lkw-Verladeterminal fertig

Nach zwei Jahren ist Freiburgs neues Lkw-Verladeterminal fertig.

  1. Durch die Modernisierung der Terminalanlage hat sich die Beladerichtung bei der „Rollenden Autobahn“ umgekehrt. Foto: Ingo Schneider

Zwei Jahre lange wurde gebaut, nun wurde die Fertigstellung gefeiert. Für insgesamt rund 15 Millionen Euro, drei Millionen mehr als anfangs avisiert, hat die R-Alpin AG mit Sitz im schweizerischen Olten ihr "Rola-Terminal" in Freiburg erweitert und auf neuesten Stand gebracht. "Wir mussten die Kapazität so gestalten, dass auch das wachsende Transportaufkommen in den kommenden fünf bis zehn Jahren gut in Freiburg abgewickelt werden kann", sagt René Dancet, Chef der R-Alpin AG.

Freiburg ist einer der Verladestandorte der R-Alpin und der von ihr betriebenen "Rollenden Landstraße" oder "Rollenden Autobahn", kurz "Rola". Beim Terminal am Rand des Industriegebiets Nord, unweit der Kaiserstuhlbrücke, wurde in den vergangenen zwei Jahren ein neues Betriebsgebäude errichtet sowie eine rund 600 Meter lange, einspurige Straße angelegt, über welche die Lkw von Norden her über die Auffahrrampe auf den Zug fahren. Der Umbau des Terminals hat also eine Änderung der bisherigen Verladerichtung bewirkt. "Das bedeutet eine erhebliche Betriebsoptimierung", sagt René Dancet. Laut dem Schweizer Manager können die Züge nun effizienter beladen werden und müssen im Nachgang für ihren Weg durch die Alpen nicht mehr gewendet werden. Auch sei die Anlage nun übersichtlicher und sicherer als zuvor, so Dancet.

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Finanziert haben das Bauprojekt das Schweizer Bundesamt für Verkehr und die R-Alpin AG gemeinsam. Aktionäre der R-Alpin AG wiederum sind die Verkehrsunternehmen BLS, Hupac, SBB-Cargo AG und Trenitalia. Eigentümerin der Terminal-Anlage in Freiburg ist die Deutsche Bahn. Deren Tochtergesellschaft Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße GmbH vergibt die Nutzungsrechte.

Insgesamt sind am Freiburger Terminal ein halbes Dutzend Dienstleistungsunternehmer mit zusammen rund 50 Mitarbeitern im Einsatz, um den Betrieb der "Rola" sicherzustellen. Dazu gehören der Check-in, die technische Kontrolle, die eigentliche Verladung sowie Sicherheit, Reinigung und Versorgung der Begleitwagen und die Instandhaltung.

Wöchentlich werden derzeit laut R-Alpin AG in Freiburg je 62 Züge be- und entladen. Oder anders gesagt: Mehr als 1000 Lastwagen aus Italien kommen pro Woche in Freiburg an und mehr als 1000 Lastwagen fahren in Freiburg gen Süden ab. Pro Jahr passieren auf diesem Wege über 1,7 Millionen Tonnen an Gütern das Terminal Freiburg.

"Langfristig haben wir durchaus noch den Umzug des Terminals nach Lahr im Auge", sagt René Dancet – aber das werde noch viele Jahre dauern. Bis auf Weiteres werde Freiburg der nördliche "Rola"-Startpunkt bleiben.

Autor: Holger Schindler