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04. Juli 2009 10:40 Uhr

Defekter Kühlschlauch

Kettenreaktion löste Verkehrschaos in Freiburg aus

Nichts ging mehr im Freiburger Osten: Wegen eines Fehlalarms im Kappler Tunnel stauten sich die Autos am Freitagabend bis nach Kirchzarten. Der Grund: Ein geplatzter Kühlschlauch.

  1. Die Schranken unter, der Tunnel zu, die Straßen dicht – Freitagabend in der Ober-Wiehre.

Am frühen Freitagabend kam es vermutlich aufgrund einer Fehlfunktion der Ampelanlage an der Kaiserbrücke, die nur wenige Sekunden Grünlicht zeigte, zu einem Rückstau, der sich rasch auf den Kappler Tunnel ausweitete.

Nachdem ein Autofahrer ein liegengebliebene, rauchendes Auto im Galeriebereich der Nordröhre des Tunnels gemeldet hatte, wurde die Anlage gesperrt und der Hinweis durch die Feuerwehr überprüft. Wie sich später herausstellte, war an einem Pkw der Kühlerschlauch geplatzt, was zu entsprechender Dampfentwicklung geführt hatte. Der Tunnel wurde um 18.20 Uhr wieder freigegeben.

Im Feierabendverkehr gab es im Freiburger Osten bis dahin Stau, Gedrängel und Hupkonzerte.

Vermutlich bedingt durch die nach oben abgeführten Abgase der LKW löste um 19.10 Uhr die Brandmeldeanlage im Kappler Tunnel aus. Es erfolgte eine automatische Tunnelsperrung. Über die Bandansage wurden die Verkehrsteilnehmer aufgefordert, ihre Fahrzeuge und den Tunnel zu verlassen.

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Dieser Aufforderung folgten zahlreiche Autofahrer, die zum Teil durch Nottüren ins Freie gelangten. Nachdem klar war, dass tatsächlich kein Brand im Tunnel loderte, wurden die Fahrzeugführer über Bandansagen und durch Einsatzkräfte aufgefordert, zu Ihren Fahrzeugen zurück zu kehren. Die Nordröhre des Tunnels konnte um 20.15 Uhr wieder freigegeben werden.

Auch in der Südröhre des Schützenallee-Tunnels mussten die Autofahrer Geduld beweisen: Dort war ein Wohnmobil mit defekten Bremsen liegen geblieben. Der verständigte Pannendienst konnte das Fahrzeug erst geraume Zeit später flott machen, so dass die Südröhre des Tunnels gegen 20.45 Uhr ebenfalls wieder freigegeben wurde.

Der Verkehr an der Kaiserbrücke war zuvor von Polizeibeamten geregelt worden. Die zuständige Firma beseitigte die Fehlfunktion der Ampelanlage.

Der Verkehr staute sich stadtauswärts in Richtung Osten auf eine Länge von ca. 5 km und in Richtung Westen auf eine Länge von ca. 2,5 km

Autor: Dana Hoffmann