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15. November 2011

LEUTE

  1. Neue Ideen für erneuerbare Energien: In der Freiburger Solarfabrik wurde am Sonntag der Georg-Salvamoser-Preis verliehen. Foto: Thomas Kunz

Energieoptimisten früher und heute

"Solar muss sexy sein!" Das habe Georg Salvamoser gewusst, erzählt der frühere SWR-Journalist Franz Alt bei der Verleihung des ersten Georg-Salvamoser-Preises in der Solarfabrik. Und erzählt wurde am Sonntagabend reichlich – auch aus dem Nähkästchen. Denn: Zur Verleihung des mit insgesamt 50 000 Euro dotierten Salvamoser-Preises waren nicht nur die Preisträger Matthias Klöffel, Michael Diestel, Johannes Rösch sowie die Schüler der ausgezeichneten Schülerfirma "Scolaire" des Deutsch-Französischen-Gymnasiums gekommen. Es kamen auch viele Größen aus Politik und Wirtschaft, um zu gratulieren und die Erinnerung an Salvamoser aufrecht zu erhalten, der 2009 verstorben ist. Umweltforscher E r nst Ulrich von Weizsäcker etwa würdigte in seinem Vortrag genauso wie Maria Salvamoser und Oberbürgermeister Dieter Salomon Georg Salvamosers Einsatz und Optimismus in Sachen erneuerbare Energien. Dass derselbe Optimismus von den damaligen Bundestagspolitikern Ernst Ulrich von Weizsäcker und Hermann Scheer bei ihrem Genossen und Kanzler Gerhard Schröder anfangs nur auf wenig Gegenliebe stieß, ließ diese nicht verzagen. Sie brachten im Jahr 2000 – so eine der Anekdoten – kurzerhand das Erneuerbare Energien Gesetz über die Fraktion anstatt über die damals rot-grüne Regierung ins Parlament. Mit dem Georg-Salvamoser-Preis 2011 sind nun vor allem Energieprojekte ausgezeichnet worden, die genossenschaftlich funktionieren und so der Wirtschaftskrise trotzen wollen. Auch die Bevölkerung werde beteiligt, heißt es. Wer weiß: Vielleicht sind diese Preisträger mit ihren Ideen heute ähnlich erfolgreich, wie es damals die Optimisten waren, die das Erneuerbare Energien Gesetz auf den Weg gebracht haben. Georg Salvamoser würde es freuen. Die Politiker Gernot Erler, Edith Sitzmann, Reinhold Pix und Gabi Rolland, aber auch Eicke Weber vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, oder der per Video zugeschaltete Umweltpolitiker Klaus Töpfer, haben jedenfalls die prämierten Projekte zumindest einmal interessiert beäugt.

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Autor: apr