Freiburg

Marode Holzbalken auf Dach des Augustinermuseums behindern Bauarbeiten

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

So, 18. Juni 2017 um 11:01 Uhr

Freiburg

Bei der Sanierung des Konventgebäudes am Augustinermuseum gibt es immer wieder Probleme. Gerade verzögern sich die Arbeiten am Dachstuhl. Die Eröffnung ist jedoch weiter für 2020 geplant.

Zum Stadtjubiläum 2020 soll alles fertig sein. Diesen Plan verfolge man nach wie vor, bestätigte Johannes Klauser vor Kurzem bei einem Rundgang auf der Großbaustelle des Augustinermuseums. Der gerade in den Ruhestand verabschiedete Leiter des städtischen Gebäudemanagements wollte jedoch nicht ausschließen, dass sich die Sanierungsarbeiten im dritten und letzten Bauabschnitt – dem ehemaligen Konventgebäude und der Schatzkammer – doch noch etwas nach hinten verzögern.

Einige am Dachstuhl auftretende Probleme könnten dafür sorgen. War man bisher nur von drei morschen Holzbalken ausgegangen, die bereits ausgetauscht werden mussten, stellten die Bauarbeiter im Mai fest, dass insgesamt acht Balken stark beschädigt sind. "Das ist natürlich unschön, aber wir mussten damit rechnen bei dem Altbau", sagte Projektleiterin Sebel Yüksel-Oppel.

Hausschwamm

Vor allem der im Dachstuhl entdeckte Hausschwamm sei für den Zerfall zuständig. Der bisher gut versteckte Schimmelpilz habe das bereits seit Jahren feuchte Holz angegriffen. Man müsse jetzt schauen, dass sich der betroffene Bereich am Dachkranz nicht weiter zu einem Fleckenteppich ausdehne, sagte Yüksel-Oppel. Auf Grundlage eines Gutachtens zu den aus dem 18. Jahrhundert stammenden Holzbalken werde man mit Restauratoren und dem Denkmalschutz beraten müssen, was zu tun ist. Die Projektleiterin geht dabei von einer einvernehmlichen Lösung aus.

Baustelle im nördlichen Kreuzgang

Sorgen bereitet den Architekten auch der derzeitige Fluchtweg des laufenden Museumsbetriebs mitten durch die Baustelle im nördlichen Kreuzgang. "Hier kann nur montags richtig gearbeitet werden, wenn das Museum geschlossen ist", erklärt Yüksel-Oppel die Hürden. Nur ganz wenigen, kleinteiligen Arbeiten könne man dort aus Sicherheitsgründen nachgehen. 2018 soll das Museum für einige Tage schließen, um unter anderem in diesem Bereich voranzukommen. Wann genau, steht noch nicht fest. Bis dahin bleiben die provisorischen Fluchtwege.

Der seit 2016 laufende, dritte Bauabschnitt sei der anspruchsvollste, so Yüksel-Oppel. Die aufwendige Sanierung des Klausurgebäudes mit seinem Kreuzgang kostet inzwischen 30 Millionen Euro. Veranschlagt hatte die Stadtverwaltung dafür anfangs gerade mal die Hälfte. Insgesamt kostet die 2006 begonnene Runderneuerung des Augustinermuseums gut 63 Millionen Euro.

Mehr zum Thema: