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28. September 2009

Die Wahl in Freiburg

MÜNSTERECK: Dank Erlers Popularität

Es ist doch knapper geworden, als viele glaubten. Mit nur vier Prozentpunkten Vorsprung holte Favorit Gernot Erler zum vierten Mal in Folge das Direktmandat im Freiburger Wahlkreis, dem einzigen in Baden-Württemberg, wo ein SPD-Kandidat die Nase vorn hat. Kaum ein anderer hätte der politischen Großwetterlage trotzen können. Sein Rückgang an Erststimmen entspricht dem Plus, das Kerstin Andreae verbuchen kann. Die grüne Abgeordnete hatte diesmal keine Erststimmenkampagne zugunsten von Erler gestartet, und ihre Wähler kamen offensichtlich zu ihr zurück. Es hat für Erler dennoch gereicht, weil er in Freiburg deutlich populärer ist als seine Partei, die hier ein historisches Tief erreicht hat. Besonders bitter: Die Genossen verlieren dramatisch gerade in ihren Hochburgen. Achtbar geschlagen hat sich CDU-Kandidat Daniel Sander. Immerhin hat er mehr Erststimmen als die Partei Zweitstimmen. Allerdings ist es ihm nicht gelungen, FDP-Wähler für sich zu gewinnen – sonst hätte er die Überraschung schaffen können. Und das, obwohl er in der Stadt zehn Prozentpunkte hinter Erler liegt. In Freiburg hat sich der Trend zu drei Volksparteien verstetigt, weil die Grünen hier so stark und die CDU so schwach wie nirgendwo sonst im Land sind. Wobei für die Grünen die Piraten-Partei zu dem werden könnte, was die Linke für die SPD ist. Die Piraten entern die grünen Hochburgen.

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Autor: Uwe Mauch