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08. September 2012

Daniel Sander und Fessenheim

MÜNSTERECK: Politischer Auerbach

Beim Freiburger CDU-Stadtrat Daniel Sander denkt man gewöhnlich nicht ans Turmspringen. Lesern seiner jüngsten Pressemitteilung aber mag durchaus ein Auerbachsalto mit Schraube in den Sinn kommen: In nur fünf kunstvollen Sätzen erklärt er, warum die grün-rote Landesregierung endlich das französische Atomkraftwerk Fessenheim abschalten muss. Das liegt zwar irgendwie nicht richtig in Baden-Württemberg. Aber "die Grünen und Roten tun in jedem Wahlkampf so, als könnten sie Fessenheim stilllegen, wenn man sie wählen würde", schreibt Sander. Deshalb müssten sie nun, da sie "alle Schlüsselstellen im Land mit ihren Leuten besetzt" hätten, "endlich handeln". Sanders Mitteilung "an die Mitglieder der Redaktionen von Presse und Rundfunk in Freiburg" endet mit einer Frage: "Was muss denn noch passieren, dass der Störfallreaktor endlich abgeschaltet wird?" Ein riskanter Abgang – dem ein oder anderen mag noch in Erinnerung sein, was vor anderthalb Jahren passieren musste, bis sich die Bundes-CDU von der Atomkraft verabschiedete. Auch Oberbürgermeister Dieter Salomon hat sich wieder mal zu Fessenheim geäußert und die Bundeskanzlerin aufgefordert, das Atomkraftwerk zum Thema der deutsch-französischen Regierungskonsultationen zu machen. Dazu sagt Ex-Bundestagskandidat Sander nichts. Das wäre ja auch viel zu einfach.

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Autor: Thomas Goebel