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04. Februar 2017 00:03 Uhr

Kommentar

Clubsterben: Es ist gut, dass sich im Freiburger Nachtleben etwas tut

Ein vermeintliches Clubsterben ist kein typisches Freiburger Phänomen. Dennoch ist es richtig, dass der Baubürgermeister nun bei der "Passage 46" das Thema Bebauungsplan prüft – findet Joachim Röderer.

  1. Foto: Miroslav Dakov

Wer einmal im Netz nach dem Begriff "Clubsterben" googelt, der wird viele Ergebnisse bekommen – aus vielen Städten quer durchs Land. Freiburg steht also nicht allein mit seinem Problem. Die Ursachen sind vielfältig. Dazu gehört in etlichen Fällen auch Missmanagement der Clubbetreiber, ein verändertes Ausgehverhalten, das Lärmproblem.

Es gibt aber auch – allerdings nur bei einem kleinen der Teil der Fälle – ein baurechtliches Problem: Wenn Clubs nämlich in einem Gebiet liegen, in denen sie gar nicht zugelassen sind. Das trifft in Freiburg das Ruefetto, wo es jahrelang Anwohnerbeschwerden gab. Es trifft den QU-Club und nicht zuletzt das Theater mit der sehr berühmt gewordenen "Passage 46".

Dass der Baubürgermeister nun gerade bei der "Passage 46" das Thema Bebauungsplan prüft, ist der richtige Schritt. Hier müsste auch eine anwohnerverträgliche Lösung hinzubekommen sein. Natürlich müssen alle Interessen berücksichtigt werden – die der Innenstadtbewohner und der Ausgehwilligen. Es ist gut, dass sich die IG Subkultur als Diskussionspartner in dieser Frage neu formiert hat. Andere Städte haben Popbeauftragte oder auch (ehrenamtliche) Nachtbürgermeister, die sich bei solchen Themen einbringen. Es ist gut, dass sich nun was tut.

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Autor: Joachim Röderer