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07. Juli 2011
Bewerbung zur Kulturhauptstadt
MÜNSTERECK: Salomons Schlusspunkt
Der Oberbürgermeister setzt einen Schlusspunkt. Doch die Debatte dürfte damit nicht beendet sein. Dieter Salomon war schon immer skeptisch, dass Freiburg über das Potenzial für eine erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb zur Kulturhauptstadt 2020 verfügt. In dieser Einschätzung konnte er sich bestätigt fühlen, als das Kulturdezernat nach zweijähriger Vorarbeit das Konzept für eine Leitidee vorlegte, das nach übereinstimmender Meinung nicht trägt. Es fehlt aber nicht nur an der zündenden Idee oder der zukunftsträchtigen Fragestellung, deren Behandlung für Europa einen Nutzen brächte. Es fehlt an Begeisterung, an der Überzeugung, dass die Bewerbung für Freiburg sinnvoll ist. Das will nun eine Bürgerinitiative ändern, die sich am Dienstagabend gründete – allerdings mit einem Zuspruch wie für die Hauptversammlung eines Sportvereins. Ob es ihr wirklich gelingt, die Bürger zu bewegen? Nicht einmal die Befürworter im Gemeinderat, die womöglich sogar eine knappe Mehrheit haben, sind sich im Klaren, was die Bewerbung bewirken soll. Die CDU, beispielsweise, will 2020 vor allem ein tolles 900-Jahr-Stadtjubiläum hinlegen. Die Kulturhauptstadt als Vehikel? Die Situation ist ziemlich verfahren. Und es ist unrealistisch, gegen den erklärten Willen des Oberbürgermeisters ein solches Millionenprojekt zu stemmen. Wenn nicht alles täuscht, sind die Träume geplatzt.
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Autor: Uwe Mauch
