Salomon-Herausforderer

OB-Kandidat Anton Behringer will keine neuen Stadtteile mehr

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Fr, 23. März 2018 um 14:32 Uhr

Freiburg

OB-Kandidat Anton Behringer hat sein Wahlprogramm präsentiert. Der Verein Freiburg Lebenswert lud zu einer Veranstaltung mit dem parteilosen Bewerber in eine Gaststätte im Stadtteil Mooswald.

Gerlinde Schrempp, Vorsitzende des Vereins und Stadträtin von der Fraktionsgemeinschaft Freiburg Lebenswert/Für Freiburg, stellte klar, dass sie Behringer weder aktiv unterstütze noch eine Wahlempfehlung ausspreche. Vielmehr wolle sich der Verein, der selbst keine Kandidatin und keinen Kandidaten zur OB-Wahl ins Rennen schickt, ein Bild des Bewerbers machen.

Behringer lehnt den Bau des neuen Stadtteils Dietenbach ab

Dieser stieß in der Diskussion in einigen Punkten auf Zustimmung der rund 30 Zuhörerinnen und Zuhörer. Den Bau neuer Stadtteile lehnt der 50-Jährige ab. Dietenbach hält er wegen drohender Spekulationen sowie den Folgen für Naturschutz und Landwirtschaft nicht für durchdacht und er prophezeit: "Wenn Salomon wieder gewählt wird, stehen auch der Mooswald und die Dreisam-Wiesen ganz schnell wieder auf der Agenda." Der gebürtige Freiburger möchte den Zuzug begrenzen und künftig Freiburger beim Thema Wohnen bevorzugen. "Wenn das kleinen Gemeinden wie St. Peter, Ehrenkirchen oder Gottenheim gelingt, sollte das auch in Freiburg möglich sein", sagte er. Zudem ist er für einen energetisch sinnvollen Ausbau von Dachböden. Der seit 20 Jahren in der Softwareentwicklung tätige Selbstständige sieht das Verkehrschaos in der Stadt ebenfalls als große Herausforderung. Trotz Radwegen und Nahverkehrs seien viele Pendler auf Pkw angewiesen. Deshalb gelte es, den Verkehrsfluss mit moderner Ampelsteuerung besser unter Kontrolle zu bekommen. Behringer findet es bedauerlich, dass Leute wegen Neubauten oder Lärm Stadtteile verlassen müssen. Die derzeitige Ignoranz von Einwohnerinteressen sei inakzeptabel. Gegen das neue SC-Stadion im Mooswald sei er prinzipiell nicht, er wolle sich aber noch genauer mit der Spiegelvariante beschäftigen.