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17. April 2009

Per Klick zur neuen Clique

4500 Menschen aus Freiburg verabreden sich über das Internetportal new-in-town.de zum Wandern, Joggen und Partymachen

Am Montag beginnt das neue Semester und Freiburg füllt sich mit einsam umherirrenden Menschen: Alles frisch Zugezogene, die hier in einem neuen Ort einen neuen Lebensabschnitt in einer neuen Wohnung beginnen. Woher aber die neuen Freunde nehmen? Sicher, in Vorlesung und Seminar trifft man auf den einen oder anderen akzeptablen Mitmenschen, aber es gibt auch zeitgemäße Alternativen: das Portal new-in-town.de zum Beispiel. Dort verabreden sich derzeit rund 4500 Freiburger.

Im Gegensatz zu den klassischen Kontaktbörsen im Internet legt new-in-town seinen Schwerpunkt ganz offiziell aufs Kennenlernen ohne sexuellen Hintergrund. Wenn’s doch mal funkt, okay. Vordergründig aber geht es auf der seit 1999 bestehenden Internetplattform darum, andere Menschen zu treffen. Erst virtuell im Internet, dann schnell auch ganz real zu individuell ausgewählten Sport- und Freizeitaktivitäten. Mehr als 270 000 Mitglieder hat new-in-town.de heute deutschlandweit, Tendenz steigend. Die Anmeldung ist kostenlos und unter einem fiktiven Namen möglich. Wer Leute aus Freiburg kennenlernen möchte, gibt das in seinem Profil an.

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Die Freiburgerin Christina Richl hat sich Anfang des Jahres bei new-in-town.de angemeldet. Sie war auf der Suche nach einer Clique. "Meine Freunde haben gerade alle ihr Studium beendet und sind in alle Himmelsrichtungen gezogen", sagt die Kunstgeschichtsstudentin. "Ich wollte wieder eine nette Truppe haben, für Spieleabende, zum Weggehen oder Wandern." Die 29-Jährige hinterließ auf der Pinnwand des Portals einen entsprechenden Eintrag und hatte innerhalb weniger Tage acht Nachrichten in ihrem virtuellen Postfach. Sie schrieb alle an und vereinbarte ein Gruppentreffen in der Kneipe "Mehlwaage". Zu ihrer Erleichterung stellten sich die Menschen, auf die sie dann traf, allesamt als "nett und normal" heraus. "Ein wenig hatte ich schon die Befürchtung, dass da seltsame Kauze auftauchen, so kontaktscheue, langweilige Gestalten, die erst im Internet richtig aufleben", erzählt Christina. Die frisch zusammengewürfelte Gruppe tat sich zunächst ein wenig schwer mit Gesprächsthemen, doch nachdem das Eis gebrochen war, wurde es ein unterhaltsamer Abend. "Der gemeinsame Nenner ist ja, dass jeder etwas unternehmen möchte", sagt Christina. Und dass ihr besonders gefällt, dass es keinen gemeinsamen Alltag gibt, über den man lamentieren könnte. Ein Ehepaar aus Emmendingen, ein BWL-Student oder eine alleinerziehende Mutter – die Menschen, die Christina über new-in-town.de kennengelernt hat, könnten unterschiedlicher kaum sein. Und doch entstehen bereits die ersten Freundschaften. Man trifft sich zwar weiter in der Gruppe zum Kinoabend mit Cocktailtrinken, aber auch für Unternehmungen in kleineren Konstellationen.

Einen einzigen neuen Menschen nur hat Daniel Stern (Name geändert) dank new-in-town.de getroffen, doch den möchte er nicht mehr missen: "Ich wollte mit jemandem gemeinsam joggen gehen und habe einen entsprechenden Aufruf auf die Pinnwand gestellt", erzählt der 24-jährige Bäckerlehrling, der im September vergangenen Jahres aus dem Rheinland nach Freiburg kam. Rund zwanzig Leute hätten sich gemeldet, bereits der erste Mitläufer war ein Volltreffer. Die Chemie stimmte und Daniel hat seither "einen Kumpel, der mich sportlich bis an meine Grenzen bringt".

Mehr Information unterwww.new-in-town.de

Autor: Claudia Füßler