Pro und Contra Dietenbach

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 28. November 2018

Freiburg

Stadtsynode will Sondersitzung.

FREIBURG (BZ). Die Evangelische Stadtsynode will sich in einer Sondersitzung intensiv mit dem geplanten Stadtteil Dietenbach beschäftigen. Das wurde auf der Herbsttagung des lokalen Kirchenparlaments am Samstag beschlossen. Bei dieser Sondersitzung im Vorfeld des Bürgerentscheids sollen die Pro- und Contra-Argumente beraten und gegebenenfalls eine Positionierung der Evangelischen Kirche in Freiburg beschlossen werden. Ein Termin wird demnächst bekanntgegeben.

Im Mittelpunkt der Synodensitzung im Melanchthonsaal in Haslach stand der Bericht von Pfarrer Björn Slenczka, der derzeit ein Konzept für die kirchliche Präsenz in Freiburgs neuen Stadtteilen arbeitet. Er erläuterte die Entwicklung verschiedener Neubaugebiete, verbunden mit der Frage, welche Aufgaben sich daraus für die Kirche ergeben. Slenczka, der auch Gemeindepfarrer an der Christuskirche ist, betonte, dass beide großen Kirchen in Freiburg den politischen und stadtplanerischen Prozess für den neuen Stadtteil aufmerksam begleitet hätten. "Das erfolgreiche Bürgerbegehren stellt nun auch die beiden Stadtkirchen vor die Aufgabe und Herausforderung, sich der neuen Grundsatzdebatte um Dietenbach zu stellen", sagte er. Es gebe auf beiden Seiten gewichtige Argumente, für die sich auch jeweils Begründungen anführen ließen, die in der christlichen Ethik verankert werden können. Letztlich sei eine Güterabwägung notwendig und unumgänglich.

Im zweiten Teil seines Vortrages ging Slenczka auf die bisherigen ökumenischen Überlegungen und Pläne zum Bau eines kirchlichen Gebäudekomplexes in Dietenbach ein, der sich in die geplante Bebauung einfügen soll und bei dem sich öffentliche und private Nutzung verbinden ließen.