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BZ-Fragebogen, ausgefüllt von Michael Schönstein, Dirigent der Orchestergemeinschaft Seepark

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 30. August 2018

Freiburg

Seit 20 Jahren dirigiert Michael Schönstein die Orchestergemeinschaft Seepark. Der 39-jährige Freiburger begann seine musikalisch-theoretische Ausbildung am Kolleg St. Sebastian in Stegen und im Domchor Freiburg. Dann wollte er Musik studieren – doch das ging nicht mit dem gewünschten Hauptinstrument Oboe. Also wurde er Medienfachwirt und machte die Musik zu seinem Nebenberuf, den er mit viel Leidenschaft verfolgt. Schönstein ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Kirchzarten.

Gehen Ihnen nach 20 Jahren nicht langsam die Ideen aus?
Überhaupt nicht, im Gegenteil. Ich finde die Frage sehr interessant, wie ein Blasmusikkonzert gestaltet werden muss, damit die Leute Lust haben hinzugehen.

Weil Blasmusik abschreckt?
Wer das Wort hört, denkt meist sofort an Musikantenstadl und Oktoberfest. Blasmusik ist eine Kunstform, die bei uns – anders als in den Niederlanden oder der Schweiz zum Beispiel – nicht anerkannt ist. Und natürlich gibt es genügend Orchester, die spielen böhmisch-mährische Volksmusik. Aber es gibt auch solche wie uns. Wir spielen hauptsächlich Filmmusik. Und jetzt im Dezember zum Jubiläumskonzert erfülle ich mir einen Traum: Wir bringen "Star Wars" auf die Bühne.

Was wollten Sie als Kind werden?
Komponist und Musiker. Später wollte ich "irgendwas mit Werbung" machen.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Der Münsterplatz.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
Der "Deutsche Kaiser".

Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Musik.

Worüber können Sie herzhaft lachen? Über sehr guten Wortwitz.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit? Musik mit anderen und mit meiner Familie viel Zeit verbringen.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
"Musik als Klangrede" von Nicolaus Harnoncourt.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche? Am Palmsonntag.

Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Im Februar: "Star Wars: Die letzten Jedi".

Ihre Lieblingsinternetseite?
http://www.google.de

Wovor haben Sie Angst?
Davor, dass meinen Kindern etwas passiert.

Haben Sie ein Vorbild?
Zum Beispiel Leonard Bernstein, was die Freude an der Musik angeht.
Was mögen Sie an sich selbst?
Meinen Ideenreichtum.

Was bringt Sie auf die Palme?
Wenn Menschen nicht diskutieren können und jeglicher Konfliktklärung mit Ausreden aus dem Weg gehen.

Wo machen Sie gerne Urlaub?
In Schottland.

Ihr größter Erfolg?
Meine zwei Kinder.

Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
In den April 2014, um den Tod meines Vaters zu verhindern.

Mit wem würden Sie warum gern mal einen Tag lang tauschen?
Mit dem Dirigenten der Berliner Philharmoniker, weil es das genialste musikalische Gefühl sein muss, als Dirigent dort zu musizieren.
Ihre Traum-Schlagzeile?
"Klimawandel gestoppt, Forscher haben eine unglaubliche Entdeckung gemacht."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Eine eigene Musikschule eröffnen.

Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingen mir am besten ...
... Pfannkuchen.

Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der ...
... muss schnell entscheiden und handeln können.

Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich ein Konzert dirigiere und die Musiker sich selbst übertreffen.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... nach Neuseeland.

Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich ...
... die Blasorchester und Musikvereine mehr fördern, denn sie verbinden alle Schichten und bilden Kinder und Jugendliche sinnvoll aus.