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07. Juli 2014

Schlupfschneck und Kinderglotze

Vier neue Stationen für den Nistplatz, den neuen Erlebnisspielplatz auf dem Mundenhof.

  1. Kräftig geschraubt wurde auf dem Nistplatz-Spielplatz beim „Fest der Sinne“ auf dem Mundenhof. Foto: Rita Eggstein

Ein mannshohes Ei in der Mitte eines riesigen Nestes. Das ist der Mittelpunkt des "Nistplatzes", dem Erlebnisspielplatz auf dem Gelände des Mundenhofs. Sieben weitere Stationen sind um das Nest verteilt zu den Themen Hören, Sehen, Riechen, und Fühlen. Am Sonntag wurden beim "Fest der Sinne" drei neue Geräte eingeweiht und der "Schlupfschneck" mit Hilfe der anwesenden Kinder und Erwachsenen fertig gebaut.

Das ist ein vier Meter langer Tunnel aus Holzquadraten zum durchkriechen. Jürgen Grieger-Lempelius und Hansjörg Palm, die vor zwei Jahren den Nistplatz entworfen haben, erklären den Kindern, wie sie aus den einzelnen Holzlatten quadratische Rahmen bauen. Danach werden die Quadrate leicht versetzt zu einem gedrehten Tunnel zusammengesetzt. Drei weitere Spielgeräte wurden mit viel Spielspaß eingeweiht. So auch die "Kinderglotze", ein aus Holz gefertigter Fernseher ohne Bildschirm. "Dann können die Kinder selbst die Nachrichten sprechen und die Eltern als Tagesschau ihren Kindern beim Spielen zusehen", scherzt Grieger-Lempelius. Auch neu sind eine Kletterwand, sowie "Ich du mich", ein Streifenspiegel, beim dem man teilweise sich selbst gespiegelt, teilweise einen Freund auf der anderen Seite des Spiegels sehen kann. "Damit kann man mal ausprobieren, wie man mit dem Bart vom Papa aussieht", erklärt Palm lachend. Neben der Einweihung der neuen Stationen gab es beim Fest viel auszuprobieren, wie Trommeln, Filzen oder Seifen herstellen. "Erst habe ich die Seife kleingemacht und dann ganz viele Blüten reingemacht", erklärt die sechsjährige Alicia Mebels die Zitronenölseife. Die 20 000 Euro, die die neuen Spielgeräte gekostet haben, werden vom Umweltversand "Waschbär" bezahlt, der den Nistplatz vor zwei Jahren anlässlich eines Firmenjubiläums gebaut hat. Für Ernst Schütz, Geschäftsführer des Waschbärs, ist der Spielplatz eine Herzensangelegenheit "Wer etwas geben will, der muss etwas schenken, ohne daraus eigene Vorteile ziehen zu wollen".

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Autor: Julia Wadle