Aufnahmebereitschaft

Freiburger OB Horn unterstützt Initiative anderer Städte zur Seenotrettung

kna

Von kna

Di, 31. Juli 2018 um 18:32 Uhr

Freiburg

Nach Köln, Düsseldorf und Bonn zeigt sich nun auch Freiburgs neuer Oberbürgermeister Martin Horn offen für eine Aufnahme von auf dem Mittelmeer geretteten Flüchtlingen.

"Ich habe allergrößten Respekt für die Initiative", sagte Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn laut einer Mitteilung der "Huffington Post" am Dienstag. Horn bezog sich auf ein offenes Schreiben der Städte an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Darin bieten Stadtoberhäupter an, in Not geratene Flüchtlinge aufzunehmen.

Damit wollten sie sich vor allem dafür einsetzen, dass die Seenotrettung im Mittelmeer wieder aufgenommen wird. Die Seenotrettung im Mittelmeer ist erschwert, nachdem Italien Rettungsschiffen die Einfahrt in seine Häfen verweigerte. In Malta dürfen Schiffe von Seenotrettern seit einigen Woche nicht mehr auslaufen.



Horn kündigte an, dass er die Haltung der Oberbürgermeister unterstützen wolle. "Daher werde ich mich an den baden-württembergischen Städtetag wenden, damit von dort gegebenenfalls eine gemeinsame Erklärung verschiedener Städte initiiert wird, die sich bereiterklären, ein bestimmtes Kontingent aufzunehmen analog zum Verhalten des Landes bei den Jesiden."

Freiburg hat laut Horn Aufnahmebereitschaft bewiesen

In Freiburg sei die Aufnahmebereitschaft der Bürgerschaft und der Verwaltung in der Vergangenheit groß gewesen, unter anderem bei Sonderkontingenten von Jesiden. Die Initiative von Köln, Düsseldorf und Bonn nannte Horn ein "klares Signal und ein Bekenntnis für Menschlichkeit, politisches Asyl und für die Integration Geflüchteter."

Auch Stuttgarts Sozialbürgermeister Werner Wölfle (Grüne) begrüßte die Initiative der drei Städte. "Stuttgart erklärt gegenüber der Bundesregierung, dass wir selbstverständlich auch in Zukunft Menschen in unserer Stadt aufnehmen, die in anderen EU-Ländern als Asylsuchende ankommen", sagte Wölfle laut "Huffington Post". Dies sei ein Gebot der Menschlichkeit und Solidarität innerhalb der EU. Am Sonntag hatte sich auch Potsdam der Initiative angeschlossen.