Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

26. Juni 2010

"Senioren alpin" erleben Sommeranfang im Schnee

Besuch auf der frisch renovierten Freiburger Hütte in Österreich.

  1. Erst Regen, dann Schnee: Für die Besucher aus Freiburg gab’s auf der Freiburger Hütte im österreichischen Lechquellengebirge einen durchwachsenen Sommeranfang. Foto: Karlheinz Scherfling

FREIBURG/DALAAS. Es sah nach allem anderen aus als nach Sommeranfang, als sich die Gruppe "Senioren alpin" des Deutschen Alpenvereins Freiburg unter Führung von Götz Peter Lebrecht auf den Weg zur Freiburger Hütte im Vorarlberger Lechquellengebirge (Österreich) machte. Traditionsgemäß ist die Sonnwendfeier der Auftakt der Hüttensaison, und auf dem Rauhen Joch oberhalb von Dalaas trifft man sich mit Freunden vom Paduaner Alpenverein. Dauerregen begleitete die Gruppe bei ihrem Aufstieg, und auch am zweiten Tag, an dem eine Tour angesagt war, regnete es Bindfäden. Dennoch machte die Gruppe eine mehrstündige Rundtour zum Steinernen Meer und hinab ins Tal der jungen Lech.

Auf der Freiburger Hütte, wo die Unerschrockenen vom Hüttenwirtsehepaar Anita und Werner Hellweger freudig begrüßt worden waren, herrschte großes Hallo, als Edwin Böhringer und Heinrich Kasch in Arbeitskleidung auftauchten. Die beiden Senioren waren bereits seit mehreren Tagen auf der Hütte, um letzte Hand an diversen Baustellen anzulegen. Denn in diesem Jahr soll nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten erst einmal wieder Ruhe einkehren in dem gastlichen Haus.

Werbung


Was alles im Laufe der vergangenen beiden Sommer umgebaut und renoviert wurde, zeigte Hüttenwirt Werner Hellweger dem stellvertretenden Vorsitzenden Josef Sartorius und den interessierten Alpenverein-Senioren. Manch einer rieb sich die Augen, denn der Servicebereich war völlig neu gestaltet. Viel wurde in die Sicherheit investiert, vor allem für Brandschutz und Notbeleuchtung. Und etliche Zimmer waren kaum wiederzuerkennen.

Investiert wurde auch in die Solaranlage, die Anfang der 90er Jahre als Modellprojekt in Zusammenarbeit mit den Freiburger Fraunhofer-Solarforschern erstmalig auf einer Alpenvereinshütte installiert worden war und deren Batterien und Steuerungstechnik nun ausgedient hatten.

Das Sonnwendfeuer fand im Regen statt, die italienischen Freunde stimmten einige Lieder an. Aber es war bitter kalt. Das hatte zur Folge, dass am kommenden Morgen die ganze Bergwelt von Schnee bedeckt war. So wanderte die Gruppe am ersten Sommertag durch Schnee hinab nach Dalaas, von wo aus umweltfreundlich mit Bus und Bahn die Heimfahrt begann.

Autor: Karlheinz Scherfling