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08. Januar 2010 13:17 Uhr
Kappler Schläger
Stadt ehrt mutigen Helfer – Polizei ist viertem Täter auf der Spur
Er hat geholfen, als andere wegsahen: Der 31-Jährige, der sich in Freiburg zwischen einen Jugendlichen und ein Schläger-Quartett stellte, wird jetzt von der Stadt geehrt. Derweil ist die Polizei dem vierten Täter auf der Spur.
Der Übergriff ereignete sich am Dienstag in der Silvesterwoche an einer Bushaltestelle in Freiburg-Kappel: Vier Jugendliche bedrohten massiv einen 16-Jährigen, sie folgten ihm, schlugen ihn. Zeugen alarmierten aus sicherer Entfernung die Polizei, griffen aber nicht ein. Nur einer half. Ein 31-jähriger Familienvater. Er ging dazwischen – und wurde plötzlich selbst zum Opfer. Das Quartett prügelte auf ihn ein, traktierte ihn mit Fußtritten, als er schon am Boden lag und schlug mit einem faustgroßen Stein zu.
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BESCHEIDENER HELD
Aller Ehre zum Trotz bleibt Kröger bescheiden: "Andere hätten sicher auch so reagiert." Er habe gehört, dass sich einer der Täter in einem Brief bei ihm entschuldigen wolle. Dass er ein solches Schreiben jemals in den Händen halten wird, daran zweifelt Kröger allerdings stark. "Ich rechne nicht damit."
Drei der vier Täter konnte die Polizei rasch ermitteln. Zwei 15-Jährige und ein 16-Jähriger. Einer hatte nahezu zwei Promille Alkohol im Blut. Sie waren zuvor nur durch kleinere Diebstähle aufgefallen. Der älteste Täter zeigte sich wenig einsichtig und beleidigte die Polizeibeamten. Er gilt als Haupttäter, der Timo Kröger mit einem Stein angegriffen hat und befindet sich auf richterlichen Beschluss seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Der vierte Jugendliche konnte fliehen. Mittlerweile konnte die Polizei allerdings seinen Namen ermitteln und fahndet nach ihm.
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Autor: BZ
