Termine festgelegt

Staufener Missbrauchsfall: Erster Prozess beginnt am 12. April

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Mi, 28. Februar 2018 um 10:43 Uhr

Freiburg

Ein 41 Jahre alter Mann aus der Ortenau muss sich vom 12. April an vor dem Landgericht wegen des Missbrauchs des neunjährigen Jungen aus Staufen verantworten. Geplant sind drei Verhandlungstage.

Der Termin für den ersten Prozess im Staufener Missbrauchsfall steht fest: Der 41-jährige Ortenauer Markus K. wird im April vor der Jugendkammer des Landgerichts Freiburg wegen schwerer Vergewaltigung, schwerem sexuellen Missbrauch, Freiheitsberaubung, gefährlicher Körperverletzung und wegen des Erwerbs und Besitzes pornografischer Schriften angeklagt. Der Tatverdächtige sitzt seit dem 21. September 2017 in Untersuchungshaft. Damals war er an seiner Arbeitsstelle bei einer Kaiserstühler Firma festgenommen worden.

Drei Termine sind angesetzt

Verhandelt wird am 12. April, zwei weitere Termine hat die Kammer am 18. und 19. April angesetzt. Insgesamt sechs Zeugen sollen gehört werden: fünf Polizeibeamte und der Psychologe, der Markus K. seit seiner letzten Haftentlassung betreut hat. Eine Aussage des Opfers ist laut der Pressemitteilung des Landgerichts nicht vorgesehen.

Bei dem Angeklagten handelt es sich um einen "Kunden" des mutmaßlichen Haupttäters Christian L. Die beiden Männer hatten sich zuvor offenbar im Gefängnis kennengelernt, wo beide von 2010 bis 2013 jeweils eine Haftstrafe verbüßt hatten. Markus K. hatte im Sommer 2009 ein zehnjähriges Kind in ein Maisfeld gelockt und sexuell missbraucht. Nach der Festnahme fand die Polizei auf dem Computer des Mannes rund 5500 Bilddateien mit kinderpornografischen Darstellungen.