Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

18. November 2010

Die Tiere kommen vorneweg

Die Lörracher Straße in Freiburg wandelt sich / Den Anfang macht am Wochenende Zoo-Burkart.

  1. Sie wirken total entspannt: Zwei Bartagamen betrachten aus ihrem Terrarium heraus die letzten Vorbereitungen für die Neueröffnung beim Zoogeschäft Burkart. Foto: Ingo Schneider

An der Lörracher Straße in Freiburg tut sich was – und zwar heftig. Auf das dort gelegene Gewerbegebiet Schildacker kommt eine kräftige Belebung zu: Dieses Wochenende eröffnet auf 4000 Quadratmetern das Zoofachgeschäft Burkart seinen neuen Fachmarkt. Nur wenige Meter weiter, auf dem alten Wüba-Hochhaus-Gelände baut Edeka derzeit einen 2500 Quadratmeter großen Supermarkt. Und auch der nahe Holzladen hat Erweiterung im Sinn.

In den neuen, teilweise bis zu acht Meter hohen Burkart-Zoohandlungshallen (vorher: "Pick’s raus") gibt es zwei Fraktionen: auf der einen Seite die Tiere – die haben die Ruhe weg –, und auf der anderen Seite die Menschen – die sind allesamt mächtig im Stress. Noch stapeln sich nämlich Säcke mit Stroh und Streu in den Gängen, noch ist so manches Regal nicht eingeräumt, noch schieben kräftige Helfer ganze Bäume in großen Bottichen auf Hubwagen durch den Markt, um die Deko abzurunden. Während ein Heer an Grillen, die später als Futter dienen werden, vor sich hin zirpt, gib Tanja Burkart an Handy Anweisungen an einen ihrer gut zwei Dutzend Mitarbeiter durch. "Alles muss jetzt zügig fertig werden", sagt die 33-jährige Juniorchefin. Gemeinsam mit ihrem Vater Dieter Burkart (55) führt sie das 1977 gegründete Unternehmen.

Werbung


Der bisherige, 1000 Quadratmeter große Laden an der Feldbergstraße werde vorerst beibehalten – "zumindest bis ins neue Jahr hinein", sagt Tanja Burkart. Doch die Zukunft liegt an der neuen Adresse, Lörracher Straße 14. Zur Höhe der Investition sagt die Unternehmerin nichts, Schätzungen beziffern sie auf 2,5 Millionen Euro. Der Umbau dauerte ein gutes halbe Jahr. Größere Zahlen sind nun oft auf der Tagesordnung: 30 000 Tiere (vom Insekt bis zum Säugetier) sind im Angebot, mehr als 80 Kundenstellplätze stehen bereit, das Personal soll auf über 30 Mitarbeiter aufgestockt werden. Hausgroß ist auch das Gipssegelschiff, das der Aquarienabteilung als Kulisse dient. Am Samstag ist großes Eröffnungsfest.

Magnetwirkung wird aller Voraussicht nach auch der neue Edeka-Markt auf dem nahen Wüba-Areal entfalten. Er soll Ende 2011 in Betrieb gehen. Auf der Baustelle ragen bereits die ersten Teile in den Himmel. Zusätzlichen Trubel an die Lörracher Straße könnte die geplante Erweiterung beim Holzladen erzeugen. Der Massivholzmöbelspezialist will sich von 1200 auf dann 1800 Quadratmeter vergrößern. Gebaut wird dort allerdings noch nicht.

Autor: Holger Schindler