Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
04. August 2009 14:25 Uhr
Entscheidung am grünen Tisch
Freiburgs Basketballer sind wieder zweitklassig
Überraschung beim USC Freiburg: Sportlich sind die Basketballer in der vergangenen Saison in die vierte Liga abgestiegen. Am grünen Tisch ist der Uniclub nun aber in die Pro A, die zweite Liga, aufgerückt. Möglich machten das Rückzüge anderer Teams.
Zuletzt war es Rhöndorf, Vierter der vergangenen Pro-B-Saison, das seinen Verzicht auf die Teilnahme an der Pro A erklärte. Es sei finanziell ein zu großes Wagnis, aufgrund der großen Konkurrenzsituation und dem erlaubten Einsatz von drei US-Amerikanern würde außerdem die Nachwuchsarbeit zu kurz kommen, hieß es. Wolfenbüttel und Herten, letzte Saison Zweiter und Dritter, hatten erst gar keinen Antrag gestellt. Zuvor hatten sich aus der BBL Ex-Meister Köln komplett und Nördlingen in die Pro A zurückgezogen; Gießen und Bremerhaven waren dadurch nicht in die Pro A abgestiegen.
"Wir haben nach der Neu-Zusammenstellung der Pro A noch zwei Plätze für die Absteiger aus der Bundesliga freigehalten. Da aber mit Nördlingen nur ein Team einen Platz beanspruchte, haben wir noch einen Platz frei gehabt. Und da Rhöndorf von seinem Recht keinen Gebrauch gemacht hat, ist nun Freiburg aufgerückt", erklärte Nicolas Grundmann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Zweite Bundesliga Herren gegenüber der Badischen Zeitung. Der USC, Viertletzter der dritten Liga, war nach Rhöndorf der nächste Kandidat auf der Ligaliste, und am Montagabend löste dann die offizielle Nachricht anhaltende Spekulationen ab, nach denen Freiburg künftig in der Pro A antreten dürfe.
Werbung
DAS GLÜCK HEISST SCHALKE 04
"Als Sportler möchte man sich auf dem höchstmöglichen Niveau messen. Die Pro A ist natürlich eine große Herausforderung für die Mannschaft und das Umfeld, die wir aber gerne annehmen", freute sich Günter Rothmann, der Vorsitzende des USC. So war es letztlich doppeltes Glück, dass Schalke 04 sich am Ende der vergangenen Saison aus der Pro A zurückgezogen hat, denn nur deshalb blieb man überhaupt in der Pro B. Ein Sprung um drei Ligen nach oben wäre als Regionalligist nicht möglich gewesen.
Ein Pluspunkt für den USC war letztlich die Sepp-Glaser-Halle, die guten Ansprüchen genügt. Dass es allein nichtsportliche Gründe sind, die dem USC die Zweitligazugehörigkeit bringen, mag der eine oder andere anrüchig finden. Doch zahlen sich nun eben von der Kommune vor Jahren getätigte Investitionen in die Infrastruktur aus.
Der Saisonauftakt in der Pro A steigt am 26. September gegen den BBC Bayreuth, die Vorbereitung beginnt für die Freiburger Mitte August, wenngleich bis dahin noch fast eine komplette Mannschaft zusammengestellt werden muss. Um konkurrenzfähig zu sein, müssen sich die Breisgauer vermutlich vor allem um us-amerikanische Spieler bemühen, denn bis zu sechs von ihnen dürfen im Kader sein und auch auf der Bank sitzen. Drei dürfen gleichzeitig auf dem Feld stehen.
Bislang ist keine Neuverpflichtung bekannt, lediglich die Verträge mit Christoph Roquette und Marin Petric sind verlängert worden. "Im organisatorischen Bereich werden wir uns deutlich weiterentwickeln", verspricht Rothmann. Der Verein teilte mit, dass es gelungen sei, zahlreiche neue Kräfte für Bereiche wie zum Beispiel Sponsorenbetreuung und Hallenorganisation zu gewinnen. "Auch auf dem Feld werden wir auf die neue sportliche Situation reagieren und eine unseren Möglichkeiten entsprechend starke Mannschaft zusammenstellen", so Rothmann.
- Frauen-Basketball: Bei den Eisvögeln steht die Zukunft auf dem Spiel
- BZ Vereine: USC Freiburg
Autor: Uwe Rogowski
