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09. April 2013

"It's a real thing"

Basler Dokumentartage: Grenzen zwischen Echt und Fiktion

Basler Dokumentartage 13 "It’s the Real Thing" vom 17. bis 21. April.

  1. Foto: Benjamin Krieg

"It’s The Real Thing – Basler Dokumentartage 13" bringt vom 17. bis 21. April eine Reihe von Künstlerinnen und Produktionen nach Basel, die in den letzten zehn Jahren in der internationalen Theater- und Tanzszene für frischen Wind gesorgt haben. Künstlerinnen und Künstler wie Jérôme Bel, She She Pop, Milo Rau, Cuqui Jerez, Rabih Mroué, Rachid Ouramdane und Gob Squad stehen mit ihren dokumentarischen Arbeiten für einen neuen Ansatz in den Performing Arts.

Sie alle führen eine besondere Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung unserer Lebenswirklichkeit und spielen zugleich mit den Grenzen zwischen dem Echten und dem Fiktionalen. Wirklichkeit wird in ihren Arbeiten nicht allein als Fundus für Gegenwartsstoffe verstanden, sondern sie wird ebenso in ihrer Konstruktion und Inszenierung untersucht.

"It’s The Real Thing" versammelt diese verschiedenen Perspektiven und künstlerischen Ansätze des Dokumentarischen zum ersten Mal in Basel – in einer Reihe von Gastspielen in der Kaserne Basel, im Theater Roxy Birsfelden und im
Bürgergemeinderatssaal (Stadthaus). Das Programm bietet performative Exkursionen ins Forschungsfeld "Wirklichkeit" an, die Gob Squad, Milo Rau und die Basler Theaterschaffenden Beatrice Fleischlin und Ariane Andereggen zusammen mit dem Publikum unternehmen. Die Exkursionen führen in die Schule, ins Gericht oder in die Kirche und untersuchen die Grenzen zwischen Öffentlichkeit und Privatheit sowie zwischen Realität und Inszenierung. Am Wochenende des 20. und 21. April findet ein Symposium statt, das Raum für Austausch und Diskussionen zum Thema "Wirklichkeit" bietet zbd eine illustre Gruppe von KünstlerInnen und DenkerInnen in der Kaserne Basel versammelt.

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Zu Beginn von "It’s the Real Thing", am Mittwoch, 17., und Donnerstag, 18. April, jeweils 20 Uhr, spielt She She Pop in Schweizer Erstaufführung "Schubladen" (Foto) in der Reithalle der Kaserne. In dem Stück treffen die Performerinnen auf ihre ost-sozialisierten Gegenspielerinnen und durchleben noch einmal die deutsch-deutsche Wiedervereinigung. Hierfür öffnen sie ihre Lebensschubladen, die vollgestopft sind mit Briefen, Tagebuchauszügen und den Soundtracks ihrer Leben.

"Pichet Klunchun and Myself" (18. und 19. April, jeweils 20 Uhr, Theater Roxy, Birsfelden) von Jérome Bel ist ein Gipfeltreffen der besonderen Art: Der thailändische Star des Khon-Tanzes begegnet auf der Bühne einem der wichtigsten europäischen Fotografen. Mit Humor, Sensibilität und Offenheit treffen die beiden in einer originären wie originellen Performance zusammen. Am 19. April gibt es im Bürgergemeinderatssaal (Stadthaus) "Breiviks Erklärung" von Milo Rau/IIPM mit anschließender Diskussion.

Das weitere Programm findet man unter http://www.itstherealthing.ch

Autor: BZ/Foto: Benjamin Krieg