Schneller trotz großer Hitze

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 11. August 2018

Friedenweiler

Die Erdarbeiten an der Tank- und Rastanlage in Rötenbach werden früher fertig als geplant / Kurze Transportwege beim Füllmaterial.

FRIEDENWEILER-RÖTENBACH (BZ). Die Sonne brennt vom Himmel, das Thermometer zeigt über 30 Grad, und trotzdem gehen die Erschließungsarbeiten auf dem Gelände der künftigen Tank- und Rastanlage an der B31 bei Rötenbach zügig voran.

In den Kabinen ihrer Lastkraftwagen, Bagger und Planierraupen schwitzen die Fahrer und Baugeräteführer zwar gehörig, aber ihr Einsatz zeigt einen Monat nach dem ersten Spatenstich sichtbare Fortschritte. Man ist sogar guter Dinge, den kompletten Erdbau inklusive des ungebundenen Oberbaus der Zufahrten für die Lastwagenparkplätze, den großen Kreisverkehr, noch in diesem Jahr fertigstellen zu können – das wäre früher als geplant.

"In seiner Ausschreibung hat das Regierungspräsidium niemandem zugemutet, es so schnell zu schaffen, aber wir kriegen das bis Jahresende hin", sagt Tobias Barthelmeß optimistisch, Bauleiter bei Storz. Das Tuttlinger Verkehrswegebauunternehmen realisiert dieses Projekt in einer sogenannten ARGE, einer Arbeitsgemeinschaft, zusammen mit den Firmen Strabag und Joos. Barthelmeß: "Je schneller wir die Zufahrten realisieren, desto besser für den Bau der Tankstelle." Diese soll im September in Angriff genommen werde, die ganze Anlage bis Ende 2019 fertiggestellt sein.

Das Zehn-Milionen-Euro-Projekt ist für die Verkehrsentlastung auf der B 31 genauso dringend wie wegweisend. Denn während es Aufgabe der öffentlichen Hand ist, für die 40 Lastwagenstellplätze mit den entsprechenden Zufahrten zu sorgen, übernimmt eine Privatinvestorin aus Titisee-Neustadt den Bau der Tankstelle und der Rastanlage. Dazu gehören auch Wasch- und Reinigungsanlagen für Lastwagen und Autos, sanitäre Einrichtungen, Stellplätze sowie ein Gastronomie- und Beherbergungsbereich.

Manfred Meier vom Regierungspräsidium, der auf der Baustelle für die Bauüberwachung und Abrechnung von Seiten der Auftraggeber zuständig ist: "Diese Kombination aus öffentlicher und privater Finanzierung einer solchen Anlage an einer Bundesstraße gab es meines Wissens in Baden-Württemberg noch nie."

Storz-Polier Michael Kollath und seine Kollegen jedenfalls spucken kräftig in die Hände, um den Zeitplan einzuhalten und nach Möglichkeit zu überbieten – und das trotz der großen Hitze. Derzeit verlegen sie 300 Meter speziell mit Kunststoff ausgekleidete Kanalrohre für das zu erwartende Abwasser. Vor allem aber versorgen Lastwagenkolonnen Bagger und Raupen mit Schotter und Bodenmaterial, um das große Parkplatz-Areal aufzuschütten. Der Schotter stammt aus dem nahen Steinbruch Kirchsteige in Neustadt.