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13. Oktober 2017

Pro und contra Reihenhäuser

Bebauungsplan für den Alten Sportplatz in Schuttern.

FRIESENHEIM-SCHUTTERN. Der Ortschaftsrat Schuttern hat sich am Dienstag auf einen Entwurf für die Bebauung des Alten Sportplatzes geeinigt.

Nachdem bei der letzten Sitzung am 19. September kein Konsens über die vorgelegte Variante 1 gefunden worden war, hatte Thomas Kernler vom Ingenieurbüro Zink drei neue Varianten vorgestellt, die am Dienstag im Gremium diskutiert wurden. Der ursprüngliche Entwurf hatte eine durchgehende Reihenhausbebauung nach Osten, vier Mehrfamilienhäuser gen Süden und sozialen Wohnungsbau in zentraler Lage sowie am nördlichen Ende der Reihenhauskette vorgesehen. In die Sitzung hatte Kernler nun drei neue Entwürfe mitgebracht:
» Variante 2: Die Anzahl der Reihenhäuser ist reduziert und zwei Einfamilienhausgrundstücken am südlichen Ende der Reihe eingeplant. Darüber hinaus sieht er Entwurf nur drei statt vier Mehrfamilienhäuser in südlicher Richtung vor.
Variante 3:
Es gibt drei Mehrfamilienhäuser und ein Gebäude für soziales Wohnen, wo ursprünglich die Reihenhausbebauung geplant war. Die Reihenhäuser sollten am nördlichen Ende des Geltungsbereichs von 274,2 Ar platziert werden. Am Südende sind Einfamilienhäuser eingezeichnet.

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Variante 3a: Dieser Entwurf, für den sich der Ortschaftsrat letztlich entschied, enthält vier kleinere Mehrfamilienhäuser in östlicher Richtung. Diese Planung hat das Gremium dahingehend geändert, dass zunächst ein Baufenster am oberen und unteren Ende der Reihe freigehalten werden soll. Über die Art der Bebauung soll bei Bedarf entschieden werden. Mit sechs zu vier Stimmen wurde diese Variante beschlossen.

Einstimmig entschieden wurde über die maximale Sockelhöhe von 1,2 Metern und die sich daraus ergebende Traufhöhe von 6,5 Metern bei Ein- und Mehrfamilienhäusern. Alle Ortschaftsräte stimmten für maximal sechs Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern und zwei Wohneinheiten in Reihenhäusern und Doppelhaushälften. "Die Gemeinde möchte nur das Notwendigste an Vorschriften machen und so wurde es auch schon in den letzten Jahren gehandhabt", erklärte Bauamtsleiter Marcus Reinbold.

Laut Thomas Kernler handele es sich beim alten Sportplatz weder um ein Naturschutz- noch um ein Überschwemmungsgebiet. Deshalb sei man keinerlei Einschränkungen unterworfen. Lediglich beim sozialen Wohnungsbau sei man an drei Vollgeschosse gebunden und an eine maximale Traufhöhe von 8,65 Metern. Im Vergleich zur Bestandsbebauung Richtung Westen ergebe sich kein signifikanter Unterschied bei der Traufhöhe.

An den Reihenhäusern scheiden sich die Geister

Bei der Diskussion ging es erneut um die Nachfrage an Reihenhäusern. Pirmin Maus (Freie Wähler) war der Meinung, dass Bauwillige ein freistehendes Einfamilienhaus dem Reihenhaus vorziehen würden. Auch Siegfried Greiner (CDU) sprach sich erneut gegen Reihenhäuser aus. Dagegen vertrat Martin Buttenmüller (CDU) die Ansicht, dass in Baden-Württemberg die Einwohnerzahl eher steige und man deshalb die Reihenhäuser nicht ganz streichen sollte. Auch über die Anzahl der Autostellplätze wurde erneut diskutiert. Ein Ortschaftsrat schlug vor, die Anzahl der Stellplätze an der Quadratmeterzahl der Wohneinheit festzumachen. Bauamtsleiter Marcus Reinbold entgegnete, dass so eine Regelung zwar machbar, aber schwer umzusetzen sei.

Autor: Christine Ehlenbröker