Viel Freude mit Daisy und Amigo

Verena Wehrle

Von Verena Wehrle

Sa, 01. September 2018

Fröhnd

Kinder lernen Pferde kennen: Ferienprogramm mit striegeln, streicheln und natürlich reiten.

FRÖHND-KÜNABERG (vwe). Die Augen der vielen Mädels und der zwei Jungs werden immer größer, als sie Daisy und Amigo zum ersten Mal begegnen. Diese zwei Ponys stehen bei Sarah Böhler in Fröhnd-Künaberg, die die Kinder an diesem Tag zum Ferienprogramm eingeladen hat.

Erst einmal geht es dabei darum, die Tiere kennenzulernen. "Nicht direkt hinter die Pferde stehen", ist da die erste Regel, die Böhler den Kindern erklärt. Denn auch Pferde haben hinten keine Augen und steht ein solches Tier mit 400 Kilo einem Kind auf den Fuß, kann das ganz schön weh tun. Wallach Amigo und Stute Daisy freuen sich ebenfalls über den Besuch der Kinder. Denn sie werden heute ganz schön verwöhnt. Über zehn Kinder machen sich ans Putzen und Striegeln der Pferde. Das ist wichtig vor dem Reiten, damit der Sattel nicht über dem Dreck scheuert und auch, um Verletzungen besser erkennen zu können, erklärt Böhler.

Viele wichtige Infos zu den Tieren gibt’s heute gratis dazu. Für den gröbsten Dreck verwenden die Kinder den Eisenstriegel, mit dem sie vom Kopf Richtung Schweif über das Fell fahren. Dann kommt der Gummistriegel dran, mit dem die alten Haare und der Staub entfernt werden. Amigo genießt es sichtlich, ist das doch wie eine Massage für ihn. Mit den kreisenden Bewegungen verabschiedet sich so langsam aber sein Sommerfell. Nach einer letzten Putzaktion des Fells geht’s ans Schuheputzen.

Denn dann dürfen die Kinder die Hufeisen auskratzen. Nach dem Aufsatteln könnte der Ritt dann endlich losgehen. Wäre da nur nicht der starke Regenschauer, ausgerechnet jetzt. Sarah Böhler nutzt die Gelegenheit und erzählt noch mehr über die Tiere. So sind Amigo und Daisy beide 18 Jahre alt, an ihren Zähnen kann man das Alter bestimmten, und zwar ziemlich genau. Sie hätten somit genau das richtige Alter; Ponys können zwischen 20 und 30 Jahre alt werden. Sie leben in einem Offenstall und fressen zu 80 Prozent Heu. "Möhren und Äpfel sind nur Leckerli", so Böhler.

Der Regen hört auf. Es geht endlich zum Reitplatz. Und die Kinder dürfen nacheinander auf dem Pferderücken einige Runden drehen und dabei einige Übungen machen. Als erstes darf Oleg aufs Pferd und er macht seine Sache gut, wie ein kleiner Profi. Das Grinsen ist den kleinen Reitern gar nicht mehr aus dem Gesicht zu kriegen. Ein Erlebnis, das sie so schnell sicher nicht vergessen werden.

Sarah Böhler gibt zwar regelmäßig Reitunterricht für Kinder, hat aber eigentlich gelernt, geführte Ausritte für Erwachsene anzubieten und macht dies auch regelmäßig als sogenanntes "Wanderreiten" des Naturparks Südschwarzwald. Diese Reittouren können zwei Stunden oder auch den ganzen Tag dauern. Das Kinderferienprogramm bot sie in diesem Jahr zum allerersten Mal an und es kam sehr gut an.