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17. September 2008

Erste Hilfe fürs Coming-out

Diese Jugendgruppen und Beratungsangebote gibt es für schwule und lesbische Jugendliche in Südbaden

  1. Coming Out Foto: Buchheim

Jugendgruppen? Sind die nicht ein bisschen altmodisch? Stefan Zimmermann, 27, Vorstandsmitglied bei "Rosa Hilfe" aus Freiburg, findet das nicht. "Das Internet kann nie das persönliche Coming-out ersetzen", sagt er. Zum Daten sei das Netz zwar praktisch, aber echte Gemeinschaft mit anderen Schwulen könne man leichter in Jugendgruppen finden. In Südbaden gibt es folgende Gruppen für junge Schwule:

"Raus aus dem Netz, komm’ zu uns – rein ins wirkliche Leben", das ist der Slogan der Rosekids. Die Jugendgruppe gibt es bereits seit 1987. Sie ist oft die erste Anlaufstelle für schwule, lesbische und bisexuelle Jugendliche aus Freiburg und den umliegenden Gemeinden. Jeden Mittwoch und Freitag treffen sich bis zu 50 Jugendliche und junge Erwachsene zum Abhängen in der Rosa Hilfe in der Adlerstraße. Außerdem gibt es Themenabende und natürlich auch Partys. Die U-18-Gruppe der Rosekids richtet sich an homosexuelle Jungen und Mädchen unter 18 Jahren.
ELLEments ist eine Untergruppe der Rosa Hilfe speziell für junge lesbische und bisexuelle Frauen aus Freiburg und Umgebung. Die Gruppe trifft sich jeden zweiten und vierten Samstag im Monat in den Räumen der Rosa Hilfe. Die Gruppe bietet Gelegenheit, Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen und zu pflegen. Es treffen sich zum Beispiel auch lesbische Mütter dort. So soll der Einstieg in die Freiburger Szene erleichtert werden.

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Die Rainbow Stars gibt es seit rund acht Jahren. Die Gruppe, die sich an Schwule, Lesben und Bisexuelle jeden Alters richtet, trifft sich jeden Mittwoch im Nellie Nashorn in Lörrach. Auf dem Programm stehen sowohl Themenabende als auch gemeinsame Partys und gemütliches Rumhängen. Die Rainbow Stars organisieren einmal im Jahr einen schwul-lesbischen Markt in Lörrach. Sie sind in diesem Jahr auch bei der Lörracher Fasnet mitgelaufen. Zurzeit gibt es Bemühungen, ebenfalls eine U-18-Gruppe zu gründen.

Studierende der Universität in Freiburg können sich auch an das U-Asta-Referat für Schwule, Lesben und Bisexuelle wenden. Das Referat bietet für Studierende, die im Coming-out stecken, vertrauliche Gespräche an. Außerdem werden hier die Pink Partys in der MensaBar organisiert, das Pink Café und viele andere Aktionen für Homo- und Bisexuelle.

Mehr Infos zu allen genannten Gruppen und viele Termine gibt es im Internet auf fudder.de.

Autor: Carolin Buchheim