Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

11. Juli 2011

GESUNDHEITS-ABC

Sauer ist unlustig

Als organische Säure kommt Benzoesäure natürlicherweise in Milch, Honig, und manchen Obstsorten vor. Die auf diesem Weg aufgenommene Menge ist jedoch im Vergleich zu den Nahrungsmitteln zugesetzten Dosen eher vernachlässigbar. Denn als Zusatzstoff E210 erfreuen sich Benzoesäure und ihre Salze Natrium-, Kalium und Calziumbenzoat (E211-E213) einer weiten Verbreitung als Konservierungsstoff. Vor allem in sauren Speisen und Getränken wie mayonnaisehaltigen Produkten, Marmelade, eingelegtem Obst, Fruchtsaftkonzentraten, Fischerzeugnissen und Diabetikerkost sollen die Stoffe das Wachstum von Hefen und Bakterien verhindern. Unbedenklich ist der Zusatzstoff jedoch keineswegs. Bereits im Jahr 2005 hat das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) davor gewarnt, dass in bestimmten Lebensmitteln, die auch zugesetztes Vitamin C enthalten, kleine Mengen des giftigen, krebserregenden Benzols aus der Benzoesäure entstehen könnten. Letztendlich wissenschaftlich bewiesen ist diese Vermutung zwar noch nicht, aufgrund der Kritik an dem Zusatzstoff kündigte jedoch zumindest der Coca-Cola-Konzern an, den Zusatzstoff in seinen Getränken zu ersetzen. Darüber hinaus können die Konservierungsstoffe insbesondere bei Asthmatikern oder Menschen mit einer Allergie gegen Salicylsäuren, zu denen auch der Aspririn-Wirkstoff gehört, in seltenen Fällen allergische Symptome hervorrufen. Werden größere Mengen regelmäßig aufgenommen, drohen Verdauungsbeschwerden, Krämpfe und sogar neurologische Ausfallserscheinungen. Übrigens wird der Reinstoff Benzoesäure nach der EU-Gefahrstoffkennzeichnung als gesundheitsschädlich klassifiziert. In Tierfutter ist Benzoesäure nicht zugelassen und vor allem für Katzen besonders giftig.
Achtung, nicht immer gut bekömmlich: Benzoesäure

Werbung

Autor: wo