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22. September 2017 09:32 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Wie Sie Ihr Kind vor Karies schützen

Wer im hohen Alter noch knackige Äpfel essen will, braucht gesunde Zähne. Die Zahnpflege sollte mit dem ersten Zahn beginnen. Eltern können mit wenigen Kniffen ihr Kind vor künftigen Schäden bewahren.

  1. Gemeinsam mit den Eltern lernen Kinder das regelmäßige Zähneputzen am besten. Foto: proDente/Kierzkowksi

Sobald die ersten Zähne durchgebrochen sind, müssen sie entsprechend gepflegt werden. Egal, ob Milchzähne oder bleibende Zähne durch Karies zerstört werden: Die Auswirkungen können zu Problemen führen, die sich bis ins Erwachsenenalter auswirken. Eine gründliche und regelmäßige Zahnpflege von Anfang an kann Karies und späterem Zahnverlust vorbeugen, empfiehlt die Initiative Pro Dente in einer Pressemeldung.

Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Dieser Satz trifft auch in der Zahnpflege zu. Regelmäßige Zahnpflege am Anfang mit Hilfe der Eltern, später selbstständig, sowie regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt helfen, die Zähne gesund zu erhalten. Dabei werde die Bedeutung von Milchzähnen häufig unterschätzt, da sie ja ausfallen und durch die bleibenden Zähne ersetzt werden.

Zähneputzen sollte zu einem festen Morgen- und Abendritual werden

Ist allerdings bereits das Milchgebiss durch Karies oder gar Zahnverlust betroffen, kann dies weitreichende Folgen für das bleibende Gebiss haben. Daher sollte die Zahnpflege schon mit dem ersten Zahn konsequent durchgeführt und damit eingeübt werden.

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Mit dem Durchbruch der Zähne sollte die erste Kinderzahnbürste zum Einsatz kommen. Eltern sollten darauf achten, dass die Borsten weich sind. Das Putzen der Zähne sollte zu einem festen Morgen- und Abendritual vor dem Zubett gehen werden. Bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr sollte einmal täglich ein Hauch von fluoridierter Kinderzahnpasta verwendet werden.

Schon für Babys gehört der halbjährliche Check beim Zahnarzt zur Vorsorge. So können bereits beim Durchbruch der Zähne Probleme frühzeitig erkannt werde. Der entspannte Zahnarztbesuch im Lauf des ersten Lebensjahrs auf dem Schoß der Mutter oder des Vaters lässt Ängste gar nicht erst aufkommen und ermöglicht zahlreiche Informationen zur Pflege der Zähne und mundgesunden Ernährung sowie den richtigen Gebrauch von Fluoriden.

Spielerisch ans Putzen gewöhnen

Hat das Kleinkind dann einen großen Teil seiner Zähne, sollte es eine eigene Kinderzahnbürste mit kleinem Kopf und weichen Borsten für die tägliche Pflege sein eigen nennen. Auch die richtige Technik sollte gelernt werden: Zuerst kommen die Kauflächen, danach folgen die Außenflächen und schließlich die Innenflächen, alles mit kreisenden Bewegungen. Da die Milchzähne in der Regel noch relativ weit auseinanderstehen, werden mit diesem einfachen systematischen Vorgehen alle Zahnflächen regelmäßig gereinigt. Wichtig: Besonders Kinderzahnbürsten sollten alle zwei bis drei Monate ausgetauscht werden und ausschließlich vom Kind persönlich genutzt werden.

Eine spielerische Herangehensweise etwa mit Zahnbürsten mit einer Melodie, die die Länge der Zahnpflege anzeigt, sowie Motivation und Belohnung durch die Eltern können Kindern schon früh den Vorteil und Spaß am Zähneputzen nahe bringen. Noch wichtiger ist jedoch die Vorbildfunktion.
Kinder ahmen instinktiv das Verhalten ihrer Eltern nach, und mit dem richtigen Vorbild wird die zweimal tägliche Zahnpflege zum festen Ritual. Eltern sollten die Zahnpflege überprüfen und gegebenenfalls nachputzen.

Autor: BZ