Gewappnet für große Projekte

Klaus Fischer

Von Klaus Fischer

Mi, 16. Januar 2019

Rust

Finanzpolitik in Rust.

RUST (fi). Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. So lautet ein Sprichwort, das darauf abhebt, in guten Zeiten ausreichend Geld zurückzulegen, um sich für schwierigere Zeiten abzusichern. Nun kann Rust nicht gerade nachgesagt werden, dass es sich in der jüngeren Vergangenheit bei Investitionen erkennbar zurückgehalten habe, um sich für künftige Zeiten und große Projekte abzusichern. Und auch für dieses Jahr steht mit geplanten 10,2 Millionen Euro an Investitionen – übrigens fast ein Drittel des Gesamthaushalts von 34,3 Millionen Euro – wieder ein Batzen an Ausgaben an.

Finanziert werden die Projekte im Investitionshaushalt – darunter Rathausumbau, Hallenneubau, Sanierung Fischer-straße – einmal über die Zuführungsrate aus dem Verwaltungshaushalt. Diese ist der Überschuss aus laufenden Einnahmen (Steuern, Gebühren) und Ausgaben (Personalkosten, Umlagen, Instandhaltung) von 2,54 Millionen Euro. Dann über Einzelförderungen des Landes, Grundstücksverkäufe, neuen Krediten (1,2 Millionen Euro) und einem Griff in die Rücklagen (vier Millionen). Die Rücklagen, also die Sparbüchse der Gemeinde, ist nach Aussage des Ruster Kämmerers Thomas Sauter so gut gefüllt wie noch nie – und die Gemeinde damit gewappnet für größere Ausgaben. Schon zu Beginn 2018 war, ausgehend von einem Stand von 7,84 Millionen Euro, ein Griff in die Rücklagen von 2,6 Millionen Euro bis zum Jahresende geplant. Ein Griff, der zumindest in dieser Höhe so nicht notwendig wird, wenn überhaupt, so der Kämmerer. Das lässt den Gemeinderat darauf bauen, dass auch 2019 kräftig investiert werden kann und womöglich weniger Geld aus den Rücklagen hierfür eingesetzt werden muss, als geplant. Aus Sicht von Kämmerer, Bürgermeister und Gemeinderat auch eine Notwendigkeit, denn 2020/21 hat Rust großes vor: Den Bau des Bürgerhauses für rund zehn Millionen Euro.