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20. April 2016 09:54 Uhr

Kandel

Gummenhütte: Heuhostel liegt auf Eis – Pächter wollen nicht aufgeben

Das Heuhostel bei der Gummenhütte am Kandel wird es auch in dieser Saison nicht geben. Es fehlt eine Konzession. Die Pächter wollen aber nicht aufgeben und jetzt einen Förderverein gründen.

  1. Vergangenes Jahr hat das Landratsamt das Heuhostel bei der Gummenhütte geschlossen, weil die Pächter dafür keine Konzession hatten. Foto: Privat

  2. Die Pächter der Gummenhütte, Andrea Fischer und Andreas Beha, beim Almabtrieb der Weidegenossenschaft im Jahr 2015 Foto: Breisgau Redaktion

Ob das Landratsamt ein Heuhostel in Zukunft genehmigt, bleibt ungewiss. Ein dafür nötiger Antrag wird von den Besitzern der Gummenhütte, der Glottertäler Weidegenossenschaft, jedenfalls vorerst nicht gestellt.

Es war ein herber Schlag für das junge Pächterpärchen aus dem Glottertal: Das Heuhostel, in dem bis zu 34 Menschen hätten übernachten können, musste im vergangenen Jahr schließen, noch bevor es richtig eröffnet war. Das Paar hatte bereits viel Erspartes in den Umbau des ehemaligen Kuhstalls gesteckt, dabei aber offenbar nicht bedacht, dass für einen solchen Übernachtungsbetrieb eine Konzession erforderlich ist. Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald machte das Heuhostel deshalb dicht.

"Das Thema Heuhostel liegt vorerst auf Eis." Thomas Meder

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Daran wird sich vorerst nichts ändern, weil die Eigentümer der Gummenhütte, die Weidegenossenschaft Glottertal, bisher keinen Antrag auf eine Konzession gestellt haben. "Wir haben diesen Antrag nicht gestellt, weil wir uns mit den Pächtern nicht über die Investitionskosten und den Mietpreis einigen konnten. Das Thema Heuhostel liegt vorerst auf Eis", sagt der Vorsitzende Thomas Meder.

Bisher zahlen die Glottertäler Pächter nur Miete für die Gummenhütte und dürfen dort durch ein Fenster Speisen verkaufen – was auch in dieser Saison so sein wird. Ein zusätzliches Heuhostel ist nicht Bestandteil des Pachtvertrags und müsste daher neu verhandelt werden. Wie weit beide Seiten bei diesen Verhandlungen auseinanderliegen, wollten weder Meder von der Weidegenossenschaft noch die Wirtin der Gummenhütte, Andrea Fischer, gegenüber der BZ sagen. Unklar ist auch, wie viel Geld in den Umbau und den Brandschutz eines Heuhostels investiert werden müsste, sollte das Landratsamt die Konzession doch noch erteilen.

Förderverein: Falls Heuhostel kommt, darf jedes Mitglied einmal übernachten

Trotz dieser trüben Aussichten wollen die Wirte nicht aufgeben und jetzt einen Förderverein gründen. Sie wollen damit herausfinden, ob es genügend Interessenten für Übernachtungen in einem Heuhostel geben würde. Jeder kann in dem Verein Mitglied werden. Mindestbeitrag sollen 15 Euro sein. Falls das Heuhostel eines Tages genehmigt wird, darf jedes Mitglied für diesen Betrag einmal kostenlos darin übernachten. Falls die Konzession im kommenden Jahr nicht erteilt wird, wollen die Pächter die eingezahlten Beiträge in Vespergutscheine umwandeln, mit denen an der Hütte bezahlt werden kann. Der Verein soll voraussichtlich im Laufe des Monats Mai gegründet werden. Und was passiert, wenn jemand mehr als 15 Euro einzahlen will? "Alles, was über den Mindestbeitrag hinausgeht, würden wir als Spende ansehen", sagt die Wirtin Andrea Fischer.

Saison auf der Gummenhütte beginnt am 1. Mai

Die Saison auf der Gummenhütte beginnt am 1. Mai. Für Radfahrer und Wanderer wird es regionale Speisen auf 1133 Meter Höhe geben. Der Almauftrieb der Glottertäler Kühe, die von den Pächtern der Gummenhütte im Sommer gehütet werden, soll Mitte Mai stattfinden.
Gummenhütte

Die Wirte der Gummenhütte am Kandel wollen einen Förderverein gründen. Zur Vereinsgründung soll es im Mai weitere Hinweise auf ihrer Homepage geben: www.fensterliwirt.de. Wer Interesse hat, dem Förderverein beizutreten, kann sich per Mail an die Wirte wenden: info@fensterliwirt.de
Die Gummenhütte hat ab 1. Mai geöffnet, montags, mittwochs und donnerstags von 12 bis 18 Uhr, freitags von 12 bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 20 Uhr sowie sonntags von 10 bis 18 Uhr. Dienstag ist Ruhetag.

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Autor: Max Schuler