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13. Januar 2010
Anerkennung für engagierte Bürger
Beim Gottenheimer Neujahrsempfang rückt das seit fünf Jahren aufgeblühte bürgerschaftliche Engagement in den Mittelpunkt
GOTTENHEIM. Die Gelegenheit, Danke zu sagen, nutzte Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber beim Neujahrsempfang der Gemeinde. Rund 200 Bürger und Gäste waren hierzu am Montagabend in die Schulturnhalle gekommen.
Viel passiert sei im vergangenen Jahr, berichtete Kieber in seiner Neujahrsansprache. Zuvor hatte er unter den Gästen des vom örtlichen Musikverein umrahmten Empfangsauch den SPD-Bundestagsabgeordnete Gernot Erler sowie Vertreter des Bürgervereins Herdern. Mit diesem Freiburger Stadtteil ist eine Stadt-Land-Partnerschaft in Vorbereitung.Von internationalen und nationalen Ereignissen bis hin zur Lokalpolitik reichte der Rückblick des Bürgermeisters. Aber auch Kultur und Vereine kamen nicht zu kurz. So lobte Kieber die Veranstaltungen der Narrenzunft zu Jahresbeginn, die Arbeit des Musikvereins und berichtete vom Theaterstück "das doppelte Karottchen", wodurch Gottenheim zum zweiten Mal zu einer großen Theaterbühne geworden sei.
Kieber dankte den nach den Kommunalwahlen ausgeschiedenen Gemeinderäten und betonte, dass sich die drei neuen sehr gut ins Gremium eingefügt hätten. Lob vom Bürgermeister bekamen auch die Winzer mit der badischen Weinprinzessin Michaela Baldinger. Das 50-Jährige Jubiläum der Winzergenossenschaft mit dem großen Festumzug sei ein Höhepunkt des Jahres gewesen.
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Schade fand es Bürgermeister Kieber, dass die Gottenheimer Schule, die im Vorjahr 100 Jahre alt geworden ist, dieses Jubiläum nicht begannen hat. Er begrüßte eigens Bernd Friedrich, Rektor der Wilhelm- August- Lay- Schule aus Bötzingen, die seit diesem Schuljahr auch von allen Hauptschülern aus Gottenheim besucht wird. Kieber berichtete von Sanierungen an der eigenen Schule über das Konjunkturprogramm der Bundesregierung, von der neu eingerichteten Kleinkinderbetreuung und vom Umzug der Schulbibliothek der Pfarrgemeinde ins Schulhaus.
Kieber teilte mit, dass die Firma "AHP Merkle" mit gut 100 Arbeitsplätzen in diesen Tagen in ihr neues Firmengebäude einziehe. Weitere 40 neue Arbeitsplätze werden mit der Firma "Carl Stahl Kromer" im Laufe des Jahres folgen. Schwierig sei die Entscheidung für die Sportplatzverlagerung gewesen. Doch Kieber war sich sicher, dass es richtig war, dafür zu sorgen, dass auch die Firma "Metallverwertung" in Gottenheim bleiben und sich weiterentwickeln kann.
Einen großen Teil seiner Ansprache nutzte Kieber später, um den vielen ehrenamtlich Engagierten in Gottenheim zu danken. So wurden die aktiven Mitglieder aus den vor fünf Jahren erstmals gegründeten Bürgergruppen geehrt. Clemens Zeissler vom Jugendclub erhielt für für die Organisation des Sommerferienprogramms einen Spendenscheck über 500 Euro. Bürgermeisterstellvertreter Kurt Hartenbach, der seit nunmehr zehn Jahren die Homepage der Gemeinde ehrenamtlich betreut, erhielt ein Präsent. Kieber freute sich über die zahlreichen Veranstaltungen im Jahr, darunter Anfang September das Hahlerai-Fest.
Er finde es toll hier zu leben, erklärte später Bürgermeisterstellvertreter Har-tenbach in einer launigen Ansprache, in der er dem Bürgermeister und der Verwaltung im Namen des Gemeinderates dankte. Die Wirtschaft in der Region sei eher bodenständig und käme daher mit der Krise besser zurecht, erläuterte Georg Selinger vom Gewerbeverein. Er lobte, dass am Ort das Notwendige und Mögliche getan werde, um die Wirtschaft zu unterstützen. Und Walter Hess dankte im Namen der Vereinsgemeinschaft allen Förderern und Helfern. Er warb zugleich um neue Mitgleider für die 20 Vereine.
Autor: Mario Schöneberg
