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29. März 2010
Blick zurück in die eigene Schulzeit
Tag der offenen Tür der Gottenheimer Grundschule und Seniorennachmittag / Immer mehr alte Menschen leben im Dorf.
GOTTENHEIM. Sowohl für die Jugend als auch für die Senioren hatte das Gottenheimer Schulhaus am Freitagnachmittag geöffnet. Während die Schule anlässlich ihres 100-Jährigen Bestehens zu einem Tag der offenen Tür eingeladen hatte, feierten die Senioren in der voll besetzten Turnhalle ihren Seniorennachmittag.
Schon Mitte März fand eine Jubiläumswoche in der derzeit 93 Schüler und sechs Lehrerinnen zählenden Grundschule statt, berichtet Rektorin Judith Rempe. Der Tag der offenen Tür sei nun der Abschluss der Feierlichkeiten. Eine Gruppe Senioren unter Begleitung von Bürgermeister Volker Kieber nutzte die Gelegenheit, die Schule, in der viele von ihnen selbst Schüler waren, noch mal in Augenschein zu nehmen. Und groß war das Erstaunen, als sie sich auf historischen Fotos oder alten Schülerlisten wiedererkannten. Insbesondere die von Gottenheimer Bürgern zusammengetragenen Bilder und Schriftstücke aus 100 Jahren Schulgeschichte machten den Reiz der Ausstellung aus, erklärte Rempe. Besonders stolz war die Schulleiterin auch auf eine Original- Schulbank aus der Zeit um 1900.Werbung
Richtig voll war es in der Schulturnhalle beim Seniorennachmittag, der von der Gemeinde, Vereinen und Bürgergruppen gemeinsam organisiert wurde. Beliebt waren besonders die von den Landfrauen gebackenen Kuchen, registrierte Bürgermeister Kieber schmunzelnd. Rund 250 Gäste hatten sich eingefunden, unter ihnen auch Heinrich Zimmerlin, dessen Stiftung die Anschaffung des neuen Treppenlifts in der Halle mit 3000 Euro bezuschusst hat. Der älteste der anwesenden Senioren war 98 Jahre jung, insgesamt zehn Personen seien im Dorf über 90, zitierte der Bürgermeister aus der Einwohnerstatistik. Zwischen 80 und 90 gebe es schon 76 Mitbürger und 332 Gottenheimer lägen zwischen 65 und 80 Jahren. Kinder und Jugendliche bis 18 gebe es hingegen nur noch 267.
Man müsse sich im Dorf darauf einstellen, dass es immer mehr ältere Menschen gebe, betonte Kieber. Hier arbeite man daran, Angebote für eine Nahversorgung, aber auch Treffpunkte für die Senioren zu schaffen. In Sachen Einkaufsmöglichkeit gebe es wohl schon im Sommer eine Lösung, freute sich der Bürgermeister. Insgesamt war der Nachmittag für die ältere Generation wieder eine gelungene Veranstaltung. Die Traditionskapelle des Musikvereins sorgte für Stimmung, Franz Meier sang mit Begleitung von Otto Surber bekannte Operettenmelodien.
Autor: Mario Schöneberg
