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20. Juni 2009

Die "Schatzinsel" in Sicht

Bauarbeiten für Kleinkindgruppe in Gottenheim und Betreuungskonzept sind im Werden

  1. Birgit Wenz (links) und Tanja Herrmann entwickeln derzeit das Konzept für die „Schatzinsel“, die im September startende Kleinkindbetreuung in der Gottenheimer Schule. Foto: mario schöneberg

GOTTENHEIM. Mitte September soll in einem Raum der Gottenheimer Schule die Kleinkindbetreuung für Kinder von 1 bis 3 Jahren starten. Der Gemeinderat stellte hierfür die letzten Weichen und die künftigen Kleinkindbetreuerinnen Birgit Wenz und Tanja Herrmann legten ihr vorläufiges Konzept vor.

Dem Bauantrag für die Nutzung eines bisherigen Klassenraums als Raum für die künftige Kleinkindbetreuung erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen. Laut Plan, den Andreas Schupp vom Bauamt vorstellte, sollen hier ein 43 Quadratmeter großer Gruppenraum, ein 15 Quadratmeter großer Schlafraum und ein weiterer kleiner Rückzugsraum entstehen. Zwischen den Räumen sollen sich Glastüren befinden, zum Schulhof hin wird es einen neuen Fluchtweg geben, aus einem benachbarten Kartenraum soll der Sanitärbereich mit Toilette und Wickeltisch werden. Außerdem ist der Einbau einer Küche und neuer Fenster vorgesehen. Die Kosten hierfür schätzt die Verwaltung auf rund 120 000 Euro, wovon laut Rechnungsamtsleiter Claus Ehmann jeder der entstehenden zehn Betreuungsplätze mit 7000 Euro vom Land gefördert wird. Damit komme man mit den im Haushalt vorgesehenen 50 000 Euro genau hin. Vom Regierungspräsidium gebe es schon die Förderzusage, so dass man sofort mit den Baumaßnahmen beginnen könne. Die Arbeiten werden nun ausgeschrieben.

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Ideen, wie die künftige Kleinkindbetreuung "Schatzinsel" in Gottenheim aussehen könnte, entwickeln derzeit Tanja Herrmann und Birgit Wenz. Die beiden Erzieherinnen wurden zum 1. Juni von der Gemeinde eingestellt und sollen später auch die Kleinkinder betreuen. Durch Recherchen im Internet, Besichtigung von vergleichbaren Einrichtungen und Gesprächen mit Fachleuten und Beratungsstellen erarbeiten beide gerade ein Konzept für die künftige pädagogische Arbeit, für die Ausgestaltung der Räume und den Tagesablauf. Auch erstellen sie die Unterlagen für die Betriebserlaubnis.

Zehn Eltern hätten bereits die Zusage erhalten, dass ihre Kinder ab Herbst betreut würden, berichtete Tanja Herrmann. Nach der vierwöchigen Eingewöhnungsphase, in der die Eltern intensiv eingebunden seien, soll die Kleinkindbetreuung an den gleichen Tagen wie der Kindergarten von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr geöffnet sein. Es soll feste Bring- und Abholzeiten für die Eltern, gemeinsame Rituale und Essenszeiten für alle Kinder aber auch ganz individuelle Betreuungsangebote geben. Auch das Freispiel und Rückzugsmöglichkeiten dürfen nicht fehlen. Alle Kinder sollen beobachtet, ihre Entwicklung in einem Portfolio festgehalten werden. Zudem möchte man mit Kindergarten und Schule kooperieren.

Schon erste Vorstellungen haben die Erzieherinnen von der Ausgestaltung der Räumlichkeiten und des Außenbereichs. So gebe es ganz unterschiedliche Ansätze, wie ein Schlafraum gestaltet werden soll. Einzelne Gitterbetten nebeneinander, wie früher, sei nach heutigen Erkenntnissen nicht mehr kindgerecht.

Für die nächsten Wochen haben sich Tanja Herrmann und Birgit Wenz noch einiges vorgenommen. Sie möchten ihre Konzeption vervollständigen und sie dann im Internet vorstellen. Es sollen die Aufnahme- und Eingewöhnungsunterlagen erarbeitet werden. Außerdem steht eine Fachfortbildung auf dem Plan. Beide freuen sich schon darauf, dass die Arbeit mit den Kindern im September endlich losgeht. Die Gebühren für die Kleinkindbetreuung, die Aufnahmebedingungen und ein Essensangebot wird der Gemeinderat noch beraten und beschließen.

Autor: Mario Schöneberg