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03. August 2011
Gottenheim fehlen Betreuungsplätze
Warteliste für Kleinkindbetreuung / Bedarf über Landesschnitt.
GOTTENHEIM. Die Kinderbetreuung in Gottenheim soll mit dem neuen Schul- und Kindergartenjahr moderat verteuert werden. Die neuen Elternbeiträge beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.
Bisher habe man sich bei den Kindergartenbeiträgen immer an die Empfehlung des Gemeindetages Baden-Württemberg gehalten, informierte Bürgermeister Volker Kieber. Entsprechend sei in der Kuratoriumssitzung für den Katholischen Kindergarten auch eine Erhöhung um rund zwei Prozent im Jahr beschlossen worden, was in etwa die Tariferhöhungen für die Mitarbeiterinnen ausgleiche. Dem stimmte der Gemeinderat einmütig zu.Ebenfalls einstimmig beschlossen die Räte eine Erhöhung der Gebühren für die Kleinkindbetreuung "Schatzinsel". Hier soll eine Familie mit einem Kind unter 18 Jahren künftig 220 Euro im Monat statt bisher 205 Euro zahlen, bei zwei minderjährigen Kindern sind es künftig 150 Euro, bei einer Drei-Kind-Familie 86 Euro und ab vier Kindern 33 Euro im Monat. Damit bleibe man noch deutlich unter der Empfehlung des Gemeindetages, der 287 Euro für das erste Kind vorsehe, betonte Bürgermeister Kieber. Nicht durchsetzen konnte sich Kurt Hartenbach (FWG) mit seinem Antrag, die Gebühren für Familien mit vier und mehr Kindern auf 50 Euro anzuheben. Auch wenn man derzeit gar keinen solchen Fall habe, zeige sich doch gerade hier die Familienfreundlichkeit einer Gemeinde, erwiderte Miriam Engelhardt (Frauenliste). Letztlich so betonte der Bürgermeister, seien die zehn Plätze der Kleinkindbetreuung bis in den Herbst 2013 ausgebucht, es gebe eine lange Warteliste. Daher müsse man sich Gedanken über weitere Angebote machen.
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Für Kernzeitbetreuung gab es zuletzt rund 30 Anmeldungen. Für das kommende Jahr lägen nun aber schon 46 Anmeldungen vor, was bei rund 100 Schülern in Gottenheim eine sehr hohe Quote sei, teilte der Bürgermeister mit. Für die Kernzeitbetreuung von 7.30 bis 13.05 Uhr sowie die anschließende Mittagsbetreuung bis 14 Uhr beschlossen die Gemeinderäte ebenfalls einstimmig eine Gebührenerhöhung. Die Regelbetreuung bis 13.05 Uhr soll künftig 35 Euro (bisher 30 Euro) im Monat kosten, die Mittagsbetreuung weitere fünf Euro, zuzüglich dem Mittagessen. Außerdem wurde die Umsetzung eines pädagogischen Konzeptes für die Kernzeitbetreuung als Teil der "verlässlichen Grundschule" sowie wegen der Nachfrage die Einrichtung einer zweiten Gruppe beschlossen.
In der Bürgerfragestunde hatte es kritische Nachfragen wegen der Wartelisten gegeben. Die hohe Anmeldequote liege wohl auch an dem hohen Level des Angebots, das auch eine Hausaufgabenbetreuung beinhalte, meinte Kieber. In Baden-Württemberg liege die Betreuungsquote nur bei 7,6 Prozent der Grundschüler.
Autor: Mario Schöneberg
