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24. Juli 2009
Heimspiel für Weinhoheit
Gottenheim bereitet Michaela Baldinger als neuer Badischer Weinprinzessin einen Empfang
GOTTENHEIM (schö). Einen großen Empfang bereitete die Gemeinde Gottenheim ihrer neuen Badischen Weinprinzessin Michaela Baldinger im Rathaushof. Schon im Vorjahr waren die Gottenheimer Winzer stolz, dass mit Michaela Baldinger erstmals eine Tochter ihres Dorfes als Bereichsweinprinzessin Kaiserstuhl-Tuniberg zur Weinhoheit gekrönt wurde.
Nun stellte sie sich in Freiburg erneut einer fachkundigen Jury und wurde zur Badischen Weinprinzessin gekürt. Mit einer Kutsche holte Bürgermeister Kieber die Weinhoheit von ihrem Elternhaus ab, gemeinsam mit ihrer Amtskollegin Sabrina Seitz aus Lauda-Königshofen wurde sie mit viel Applaus im Rathaushof begrüßt. Viele Gäste hatten sich eingefunden, um zu gratulieren. Unter ihnen auch Weinhoheiten des Vorjahres, der Bundestagsabgeordnete und Staatsminister Gernot Erler, die Bürgermeister Dieter Schneckenburger aus Bötzingen und Michael Bruder aus Eichstetten, Ortsvorsteher Josef Glöckler aus Waltershofen, Vertreter aus der Gottenheimer Gemeindepolitik und zahlreiche Winzer. Musikalisch gratulierten der Gottenheimer Männergesangverein und der Musikverein, die Bewirtung der Gäste hatten die Landfrauen und die Trachtengruppe übernommen.Werbung
Erster Gratulant war Bürgermeister Kieber, der Michaela Baldínger zu ihrem "tollen Erfolg" gratulierte. Mit "Charme, positiver Ausstrahlung aber auch Bescheidenheit" habe sie in den vergangenen elf Monaten den Wein von Tuniberg und Kaiserstuhl gut vertreten, meinte der Bürgermeister. Auch wenn sich nun die Anbaufläche ihres Zuständigkeitsbereiches auf rund 15 000 Hektar vergrößert habe, werde sie künftig den Badischen Wein gut vertreten, war sich Kieber sicher. Weitere Gratulanten waren die Gottenheimer Heimatdichterin Martha Schmidle, der Aufsichtsratsvorsitzende der Gottenheimer Winzergenossenschaft, Max Dersch, Horst Steenbock für die Gottenheimer Vereinsgemeinschaft sowie der neue Arbeitgeber der Weinprinzessin, Jechtingens WG-Chef Rolf Bürkin. Er hoffe, dass auch etwas vom königlichen Glanz der Prinzessin auf die Jechtinger Genossenschaft abstrahle, meinte Bürkin. Den besonderen Einsatz der Kandidatinnen für die Wahl von Weinhoheiten würdigte Gerhard Hurst, Vorsitzender des Badischen Weinbauverbandes. Sie würden mit ihrem Wissen und ihrer Ausstrahlung viel zur Werbung für den Badischen Wein beitragen. Dies sei aber auch nötig, denn aktuell würden in Deutschland immer noch zu rund 50 Prozent ausländischer Wein getrunken, so Hurst.
Vom Wandel der Weinhoheiten von einem hübschen Mädchen in Tracht hin zu einer selbstbewussten Weinfachfrau berichtete der Vorsitzende vom Tuniberg- Wein, Karl-Heinrich Meier. Die Grüße der terminlich verhinderten Badischen Weinkönigín überbrachte Weinprinzessin Sabrina Seitz. Sie lobte ihre Gottenheimer Kollegin, die sich mit ihrer überzeugenden Herzlichkeit viele Freunde gemacht habe. Michaela Baldinger nutzte die Gelegenheit, um Danke zu sagen.
Autor: schö
