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26. November 2010

Im Wald wird mehr geholzt

Plan für Gottenheimer Wald.

GOTTENHEIM (schö). Einstimmig nahmen die Gemeinderäte den von Revierförster Martin Ehrler vorgelegten Forstbetriebsplan für das Jahr 2011 an. Der regenreiche Sommer habe dem Gottenheimer Wald gut getan, es gebe aber vermehrt auch Probleme mit Pilzerkrankungen, erläuterte Ehrler, der den Gemeindewald im Auftrag der Kreisforstbehörde betreut. Ein besonderes Problem sei hierbei das Eschentriebsterben. Er wolle das Problem 2011 zunächst nur beobachten, jedoch noch nicht reagieren. Außerdem versprach der Förster, im Frühjahr mit dem Gemeinderat das neue Forsteinrichtungswerk, den Rahmenplan für zehn Jahre, durchzugehen.

2010 werde der Holzeinschlag mit 835 Festmetern deutlich höher ausfallen, als vorgesehen, erklärte Ehrler. Ursprünglich sollten nur 600 Festmeter Holz im rund 209 Hektar großen Gottenheimer Wald geerntet werden. Doch insbesondere die Rodung im Bereich des Murrgrabens, die sein Ufer auch für größere Fahrzeuge zugänglich machen sollte, habe zu dem Mehreinschlag geführt. Positiv dabei sei, dass dadurch das Jahresdefizit geringer ausfallen werde, als geplant.

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Doch auch 2011 werde es wieder ein Defizit im Wald geben, war sich der Förster sicher. Die in den zurückliegenden 20 Jahren praktizierte Naturverjüngung des Waldes habe, insbesondere bei der Eiche, nicht so gut funktioniert, wie erhofft. Daher müsse mehr gepflanzt werden, außerdem stünden wiederum Wegesanierungen auf dem Programm. Dem gegenüber sei ein Holzeinschlag von rund 800 Festmetern, darunter 200 Festmeter Stammholz, 200 Festmeter Brennholz und weitere 400 Festmeter Flächenlose für Selbstwerber geplant. 37 Durchforstungslose konnten kürzlich beim Waldfest versteigert werden, die voraussichtlich hier zu erntenden 301 Ster Holz wurden für 4614 Euro versteigert. Letztlich rechnet Revierförster Ehrler im Gemeindewald 2011 mit Einnahmen von 34 200 Euro und einem Defizit von 11 700 Euro, wobei erstmals die von der Gemeinde zu erbringenden Verwaltungsleistungen in Höhe von 6100 Euro mit in die Kalkulation aufgenommen wurden.

Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber wiederum dankte dem Förster für seine gute Arbeit, insbesondere für sein ehrenamtliches Engagement gerade in der Jugendarbeit und der Waldpädagogik.

Autor: schö