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19. September 2011
Junge Betriebe überzeugen staunende Gäste
Die zweite Gewerbeschau des Gottenheimer Gewerbevereins konnte viel Neues bieten / Starker Zuwachs an Firmen, Arbeitsplätzen und Einwohnern.
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Foto: Manfred Frietsch
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Zur Gewerbeschau frästen Azubis von AHP Merkle kleine Schachfiguren, worüber beim Eröffnungsrundgang (von rechts) Bürgermeister Volker Kieber, Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Eichstettens Bürgermeister Michael Bruder und die Landtagsabgeordnete Gabi Rolland staunten. Im Gastrozelt 1 war der Ochs am Spieß die Attraktion. Foto: manfred frietsch/ mario schöneberg
GOTTENHEIM. Die Gewerbeschau der Gottenheimer Betriebe lockte am Sonntag viele Besucher in das Gewerbegebiet Nägelsee/Viehweid. Da die teilnehmenden Firmen die dortigen Betriebsgebäude nutzten und zudem Zelte und Pavillons errichtet worden waren, konnte das zeitweise regnerische Wetter der zweiten Leistungsschau nach 2007 nur wenig anhaben.
Wer vor vier Jahren schon gekommen war, der staunte gestern nicht schlecht, wie dynamisch sich das Gewerbe in der Tuniberggemeinde seither weiter entwickelt hat. Mehrere neue Firmen haben sich angesiedelt, darunter im Westen mit GFS, AHP Merkle und Carl Stahl Kromer drei große, industriell tätige Betriebe mit vielen zusätzlichen Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Seit 2004 hat sich die Zahl aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Gemeinde von 357 auf 683 fast verdoppelt. Da seitdem auch das Neubaugebiet Steinacker-Berg fertig erschlossen und mit zahlreichen Häusern bebaut wurde, ist auch die Einwohnerzahl gestiegen.Aktuell zähle seine Gemeinde 2676 Einwohner, und damit über 8 Prozent mehr als noch 2005, erklärte Bürgermeister Volker Kieber bei der Eröffnung am Vormittag. In Anwesenheit von Landrätin Dorothea Störr-Ritter, der Landtagsabgeordneten Gabi Rolland sowie des Handwerkskammerpräsidenten Paul Baier und von Bürgermeistern und Ortsvorstehern aus dem Umland pochte Kieber bei der Eröffnung am Vormittag darauf, dass man entlang der Entwicklungsachse von Freiburg nach Breisach weitere Möglichkeiten für Gewerbeansiedlungen und Wohnungsbau haben müsse. Die Landrätin zeigte sich beeindruckt, wie sich die Firmen am Standort Gottenheim entwickelt hatten. Das zeuge von Mut und Engagement der Unternehmer wie ihrer Beschäftigten.
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"Eine Gewerbeschau mit einem attraktiven Programm ist für einen Standort wie Gottenheim heute eine Notwendigkeit, um seinen Kunden etwas zu bieten und neue zu gewinnen", hatte der Vorsitzende des Gewerbevereins, Frank Braun, schon beim Galaabend am Samstag im historischen Adlerkeller betont. Inzwischen zählt der 2005 gegründete Verein schon 87 Mitgliedsbetriebe. Bürgermeister Kieber erinnerte an die anfängliche Skepsis im Dorf, als der Verein gegründet worden war. Doch schon bald seien die Veranstaltungen des Vereins und die Kooperation mit anderen Gewerbevereinen eine Erfolgsgeschichte geworden. Die Firmen und ihre Inhaber konnten sich kennen lernen, helfen sich untereinander und natürlich gingen nun auch Aufträge an das Unternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft.
So eine Gewerbeschau sei ein guter Anlass, die Leistungsfähigkeit des Handwerks und des Mittelstandes zu zeigen, betonte Paul Baier, Präsident der Handwerkskammer Freiburg. Die Veranstaltung zeuge vom tollen Engagement der hiesigen Firmen. Handwerk und Mittelstand seien die Säulen der Wirtschaft in der Region und hätten auch in Krisenzeiten für Stabilität gesorgt. Daher sei es sehr wichtig, so Baier, dass nun bei der Umsetzung der Energiewende in Deutschland auch kleine Unternehmen vor Ort zum Zuge kämen.
Den Einsatz von Frank Braun für den Gewerbeverein würdigte sein Stellvertreter Manfred Leber. Anschließend begleitete das Theater "LUST" die Gäste durch den Galaabend. Spontan und unterhaltsam spielte die vierköpfige Truppe Szenen zu Themen, die sie vom Publikum zugeworfen bekamen.
Am Sonntag war es rechtzeitig zum Eröffnungsrundgang, der bei dem Hydraulikpumpenhersteller AHP Merkle begann, trocken. Bereitwillig gaben Mitarbeiter und auch Auszubildende Auskunft zu Fragen über Produktion und Arbeit. An einige Maschinen wurden eigens Arbeiten vorgeführt. So drehten Auszubildende kleine Schachfiguren aus Metallen. Auch in den anderen Betrieben bekamen die Besucher interessante Informationen und konnten Kontakte knüpfen.
Im Freien hatten sich unterdessen Sportbegeisterte zu einem Nordic-Walking-Lauf aufgemacht. Wer Hunger hatte, der konnte sich an zahlreichen Ständen bewirten lassen. Im großen Gastrozelt bei der Firma Sensopart gab es Portionen frisch vom Ochs’ am Spieß. Gefragt waren auch die Gottenheimer Weine und Sekte.
Autor: Mario Schöneberg und Manfred Frietsch


