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01. August 2009
Kleinkindbetreuung kostet maximal 195 Euro
Gemeinderat Gottenheim beschließt Gebührensatzung
GOTTENHEIM (schö). Einstimmig votierte der Gottenheimer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für die von der Verwaltung vorgeschlagene Benutzungsordnung für die kommunale Kleinkindbetreuung, die im September mit vorerst zehn Plätzen starten soll. Man habe sich hierbei an der Mustersatzung des Gemeindetages orientiert, erläuterte Rechnungsamtsleiter Claus Ehmann. Auch bei der Gebührensatzung wurde der Verwaltungsvorschlag angenommen.
Die Gebühren liegen mit maximal 195 Euro je Kind und Monat noch deutlich unter den Empfehlungen der kommunalen Spitzenverbände, betonte der Rechungsamtsleiter. Diese würden 20 Prozent der Betriebskosten vorsehen. Bei kalkulierten Betriebskosten von rund 106 000 Euro im Jahr müsste der teuerste Platz demnach bis zu 250 Euro kosten, erklärte Ehmann. Auch hier greife, wie schon beim Kindergarten, die Sozialstaffelung. Familien mit zwei Kindern unter 18 Jahren zahlen demnach 130 Euro, bei drei Kindern sind es noch 70 Euro und ab dem vierten minderjährigen Kind in der Familie werden 20 Euro für die Kleinkindbetreuung pro Sprössling im Monat fällig. Auch Gottenheim wird sich künftig bei den Kindergartengebühren an der vom Gemeindetag Baden-Württemberg herausgegebene Empfehlung orientieren, berichtete Bürgermeister Volker Kieber den Gemeinderäten von der jüngsten Sitzung des Kuratoriums der Katholischen Einrichtung. Kernpunkt dieser Empfehlung ist eine so genannte Sozialstaffelung der Beiträge, je nachdem wie viele Kinder unter 18 Jahren in einem Haushalt leben.
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Der Zuschlag für die Gruppen mit verlängerter Öffnungszeit wird hingegen abgeschafft. Aktuell seien derzeit 14 Einzelkinder im Kindergarten, so Kieber, ihre Eltern müssen künftig 84 Euro im Monat bezahlen. Bei zwei minderjährigen Kindern in der Familie (aktuell 54 Familien) liegt der Beitrag künftig bei 64 Euro, bei drei Kindern (zwölf Familien) bei 43 Euro und ab dem vierten Kind (sechs Familien) bei 15 Euro. Ab 2010 wird sich dieser Beitrag zudem geringfügig erhöhen.
Die Gemeindeverwaltung rechnet durch die Umstellung mit Mindereinnahmen von fünf Prozent, die Elternbeiträge in Höhe von rund 58 000 Euro decken somit weiterhin nur einen geringen Teil der Personal- und Sachkosten des Kindergartens in Höhe von rund 375 000 Euro im Jahr.
Autor: schö
