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14. Januar 2009

Neujahrsgrüße mit silberner Kette

Gottenheim hat wieder eine Amtskette / Kieber trägt sie erstmals beim Neujahrsempfang / Sportplatzverlegung verteidigt

  1. Was haben wir denn da? Eine Amtskette! Bürgermeister-Stellvertreter Kurt Hartenbach stellt die Amtszier von Bürgermeister Volker Kieber vor. Foto: schöneberg

GOTTENHEIM. Trotz internationaler Krisen kann Gottenheim optimistisch in die Zukunft blicken, waren sich die Redner auf dem Gottenheimer Neujahrsempfang einig. Bürgermeister Volker Kieber konnte unter den 150 Bürgern und auswärtigen Gästen in der Schulturnhalle auch Staatsminister Gernot Erler begrüßen.

Nachdem der Männergesangverein "Liederkranz" den Empfang eröffnet hatte, blickte Bürgermeister Volker Kieber auf das vergangene Jahr zurück. Später überbrachte Manfred Leber die Grüße der Gewerbetreibenden und Walter Hess sagte Danke im Namen der Vereinsgemeinschaft. Die Bevölkerungszahl liege aktuell bei 2511 Einwohnern, immerhin drei Personen mehr als noch vor einem Jahr, berichtete Kieber. Er erwarte einen weiteren Anstieg, wenn das Neubaugebiet Steinacker/Berg nun bebaut werde. Die ersten Häuser stünden schon, der dritte Abschnitt solle aber erst im ersten Quartal diesen Jahres fertig erschlossen sein. Hier sei es der feuchte Sommer gewesen und nun der harte Winter, was die Arbeiten verzögerte, verteidigte Kieber die ausführende Baufirma. Ursprünglich sollte das ganze Baugebiet schon im Oktober fertig gestellt sein.

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Die Bauleitplanung sei ein Schwerpunkt der Gemeindearbeit 2008 gewesen, bilanzierte der Bürgermeister. Immerhin fünf Bebauungspläne und zwei Änderungen des Flächennutzungsplans habe die Verwaltung zu bearbeiten gehabt. Zudem wurde im Gemeindewald die Trasse für den ersten Abschnitt der B 31 auf Gottenheimer Gemarkung gehauen. Kieber bat unter Applaus der Anwesenden Staatsminister Erler nochmals um Unterstützung, damit der zweite Abschnitt bald gebaut werden könne.

Aufgrund der schwierigen Finanzlage könne der Gemeindehaushalt erst im Februar beschlossen werden, erläuterte das Gemeindeoberhaupt. Erst dann habe man hinreichend konkrete Zahlen um t realitätsnah planen zu können. In die Zukunft gerichtet seien auch die Planungen für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben, betonte Kieber. Nur so sei die Gemeinde nicht mehr nur von wenigen großen Gewerbesteuerzahlern abhängig. Dennoch sei es ihm ein Anliegen, den größten Gewerbesteuerzahler, die Firma Metallverwertung mit über 50 Arbeitsplätzen, am Ort zu halten. Dafür brauche die Firma aber mehr Platz, daher sei die Verlagerung des Sportplatzgeländes – nach eingehender Prüfung verschiedenster Alternativen – unumgänglich. Dabei seien alle Schritte und Prüfungen transparent sowie im Dialog mit den betroffenen Vereinen abgelaufen, betonte der Bürgermeister. Er rief alle Kritiker auf, sich ebenfalls offen und konstruktiv an dem Verfahren zu beteiligen.

Kieber dankte allen Bürgern, die ehrenamtlich im Dorf wirkten. Nur so seien Erfolge, wie die Ausrichtung des Kreistrachtenfests, der Gewinn der Stadtwette, der Erfolg der Bürgerscheune oder das Landschaftstheater möglich gewesen. Die Krönung sei die Wahl Michaela Baldingers zur Weinprinzessin.

Von einer guten Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Bürgermeister und Gemeinderat sprach Bürgermeisterstellvertreter Kurt Harten-bach. Er rief zu Spenden für die Sanierung des katholischen Gemeindehauses auf. Hartenbach erläuterte auch die Details der neuen Amtskette des Bürgermeisters, die Kieber erstmals trug. Die ehemalige Gottenheimer Amtskette sei in der Nachkriegszeit verlustig gegangen.

Autor: Mario Schöneberg