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03. Januar 2011

Nicht ganz so schlimm wie befürchtet

Die Finanzlage in Gottenheim / Gemeinderat segnet einstimmig Jahresrechnung 2009 ab.

GOTTENHEIM (schö). Einstimmig wurden kürzlich im Gemeinderat die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2009 und die Jahresabschlüsse der Eigenbetriebe Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung angenommen. Dabei wurde klar, dass die Haushaltslage nicht ganz so dramatisch wurde wie befürchtet.

Rund 5,9 Millionen Euro betrug das Gottenheimer Haushaltsvolumen im Jahr 2009, davon entfielen 3,6 Millionen auf den Verwaltungshaushalt. Dieser wiederum fiel um rund 172 000 Euro geringer aus als im Nachtragshaushalt vorgesehen und er musste mit einer Zuführung in Höhe von 477 000 Euro aus dem Vermögenshaushalt gestützt werden. Dieses negative Ergebnis sei trotz intensiver Ein-sparbemühungen inklusive einer Haushaltssperre zustande gekommen, sagte

Rechnungsamtsleiter Thomas Barthel. Als Gründe hierfür nannte er die konjunkturell bedingten Einbrüche bei der Gewerbesteuer sowie die hohen Umlagen und niedrigen Finanzausgleichseinnahmen aufgrund des guten Ergebnisses im Jahr 2007. Trotzdem sei es nicht ganz so schlimm wie befürchtet, im Nachtragshaushalt habe man noch mit einem Defizit von knapp 800 000 Euro gerechnet. Hier machte sich bezahlt, so Barthel, dass sämtliche Ausgaben auf den Prüfstein gekommen waren und nur wirklich notwendige getätigt wurden. Ein Großteil dieser Ausgabeverpflichtungen werde aber nun die Haushalte der Folgejahre belasten. Letztlich sei es zwingend notwendig, mittelfristig einen stetigen Überschuss im Verwaltungshaushalt zu erwirtschaften.

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Dass der Vermögenshaushalt trotz einem deutlich geringeren Volumen als vorgesehen, im Ergebnis besser ausfiel als erwartet, liegt laut Barthel daran, dass Straßenbauvorhaben verschoben wurden und höhere Grundstückserlöse erzielt werden konnten. Dadurch konnten sowohl die Zuführung zum Verwaltungshaushalt als auch die Zuführung zur Rücklage in Höhe von gut 1,06 Millionen Euro (geplant 393 000 Euro) ohne neue Kredite – wie ursprünglich geplant – finanziert werden. Auf die Bildung von Haushaltsresten wurde verzichtet, weil durch den Nachtragshaushalt alle nicht realisierbaren Projekte gestrichen wurden. Die große Differenz zwischen Ergebnis (2,3 Millionen Euro) und Ansatz (5,9 Millionen Euro) des Vermögenshaushaltes begründete Barthel damit, dass die Abrechnung für das Baugebiet Steinacker/Berg durch den Erschließungsträger entgegen der Planungen erst im Jahre 2010 haushalterisch wirksam werde.

Bei der Wasserversorgung wiederum stehen im Jahr 2009 Einnahmen von gut 217 000 Euro Ausgaben von 218 600 Euro gegenüber. Aufgrund der Erhöhung des Wasserzinses führte auch ein um 3000 Kubikmeter geringerer Verbrauch zu höheren Umsatzerlösen und somit nur noch zu einem geringen Defizit. Im Vorjahr habe das Minus beim Eigenbetrieb noch rund 46 000 Euro ausgemacht, erläuterte Barthel. Beim Abwasser, wo die Gebühren auch leicht erhöht wurden, gab es Umsatzerlöse von knapp 322 000 Euro und einen Überschuss von 14 400 Euro.

Autor: schö