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28. Dezember 2010

Unterschrift für Badenova

Gottenheims Bürgermeister Kieber erteilt Badenova neue Stromkonzession.

  1. Die Freiburger Badenova-Zentrale ist künftig Konzessionär für das Gottenheimer Stromnetz. Foto: Ingo Schneider

GOTTENHEIN (BZ). Der Wechsel der Tuniberggemeinde von der EnBW zu Badenova ist perfekt. Noch vor Heiligabend unterzeichnete Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber den neuen Strom-Konzessionsvertrag mit der Badenova. Damit wechselt die Kommune vom Karlsruher EnBW-Konzern zum regionalen Energie- und Umweltdienstleister mit Sitz in Freiburg.

Die Gemeinde Gottenheim hatte sich auf Gemeinderatsbeschluss bereits Ende April als erste von mittlerweile knapp 30 neuen Gesellschafter-Kommunen an der Badenova beteiligt. "Es ein logischer Schritt, mit jenem Unternehmen, an dem die Gemeinde beteiligt ist, auch die Stromkonzession abzuschließen", sagte Bürgermeister Volker Kieber anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Den Beschluss, die Stromkonzession an die Badenova zu vergeben, hatte der Gottenheimer Gemeinderat in öffentlicher Sitzung einstimmig gefasst.

Damit wechselt die 2600 Einwohner große Gemeinde nahe Freiburg nach mehr als 30 Jahren den Partner. Bisher hatte in Gottenheim die EnBW die Stromkonzession gehalten, nachdem der EnBW-Vorgänger Badenwerk 1973 das damals gemeindeeigene Stromnetz übernommen hatte. Den Wechsel zu Badenova begründeten Verwaltung und Gemeinderäte mit der kommunalen und ökologischen Ausrichtung der Badenova.

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Verbesserte Stromqualität

Insgesamt hatten sich drei Unternehmen um die Konzession in Gottenheim beworben. "Letztlich hat bei der Entscheidung auch die jüngste Atomdiskussion eine Rolle gespielt", erläutert Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber. Er sprach von einer "politischen Entscheidung", bei der die klare ökologische, regionale und dezentrale Ausrichtung der Badenova den Ausschlag gegeben habe.
Privatkunden aus Gottenheim, die Badenova-Strom beziehen wollen, werden – wie alle anderen Privatkunden von Badenova auch – vom 1. Januar 2011 an zu 100 Prozent aus regenerativen Energien versorgt. Der Strom bleibt wie schon seit Anfang 2008 atomstromfrei, wird zum Jahresanfang aber vollständig aus Wasserkraft erzeugt. Damit hat Badenova einen weiteren Schritt getan, um das Ziel zu erreichen, bis 2015 vollständig auf Atomstrom zu verzichten.

In den kommenden Wochen werden auch Weisweil, Pfaffenweiler und Ebringen ihre neue Stromkonzession mit Badenova besiegeln. Die beiden Letztgenannten sind im Dezember im Rahmen des Beteiligungsmodells "Kompas" neue Anteilseigner von Badenova geworden. Insgesamt haben damit in den vergangenen Wochen und Monaten fünf Kommunen (darunter auch die Stadt Neuenburg am Rhein) sowie der Gewerbepark Breisgau als kommunaler Zweckverband ihre Stromkonzessionen an Badenova vergeben.

Mit einem Konzessionsvertrag räumt eine Gemeinde dem Energieversorger das Recht ein, Gemeindegrundstücke, öffentliche Straßen, Wege und Plätze für das Verlegen von Versorgungsleitungen zu nutzen. Dafür entrichtet dieser an die Kommune eine jährliche Konzessionsabgabe. Die Verträge haben jeweils eine Laufzeit von 20 Jahren.

Autor: bz