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22. Januar 2011
Viel los in der "Scheune"
Gottenheimer Bürgerscheune hat ein neues Jahresprogramm / Bei Publikum und Künstlern beliebt.
GOTTENHEIM. Die diesjährige Kultur-Reihe der Gruppe Bürgerscheune des Bürgerengagements (BE) startet am 16. Februar mit einer Komödie zur globalen Erderwärmung. Schon in den Vorjahren war die "BürgerScheune" aktiv und lockte mit ihren Angeboten zahlreiche Besucher. Das Konzept der einheitlichen Eintrittspreise für fast alle Veranstaltungen habe sich bewährt, erklärt Werner Förstenberg, Ansprechpartner dieser BE-Gruppe.
Die Idee der Bürgerscheune geht auf den Beginn des BE-Prozesses im Jahr 2006 zurück. Bürgermeister Volker Kieber habe damals vorgeschlagen, einen Raum für Gruppen und Veranstaltungen einzurichten, für die es bislang keine feste Unterkunft gab. Einige Gottenheimer nahmen sich dieser Aufgabe an, darunter auch er selbst, erklärt Förstenberg. Man baute in viel Eigenarbeit den Farrenstall der Rathausscheune zu einem Kultur- und Bürgertreff um und gab ihm den Namen Bürgerscheune.Nun habe man den Raum auch beleben wollen, fährt Werner Förstenberg fort. So starteten die Café-Treffs, die nun monatlich stattfinden. Anfangs habe die BE-Gruppe Bürgerscheune diese Nachmittage selbst betreut. Heute würden auch andere Vereine wie der Fußballclub das Bewirten und die Theke übernehmen.
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Erst später seien größere Events hinzugekommen. Inzwischen fänden jährlich neun größere Auftritte statt, zu denen im Schnitt 50 bis 60 Besucher kämen. Die BE-Gruppe sei damit äußerst zufrieden, erklärt Förstenberg. Man wolle damit ja kein Geld verdienen. Die Einnahmen würden allen BE-Gruppen zur Verfügung gestellt, nach Abzug des Anteils für die jeweils auftretenden Künstler. Das sei zwar nicht viel, aber man stelle den auftretenden Musikern, Schauspielern oder Kabarettisten schließlich ja einen Raum zur Verfügung. Auf Unkosten sei man, auch dank des Getränkeverkaufs während der Vorstellungen, noch nie sitzen geblieben. Zudem unterstütze die Gemeinde mit der Bereitstellung des Inventars und Kostenübernahme von Heizung und Strom die Bürgerscheune. Diese finanzielle Ungebundenheit hält Förstenberg so für einen großen Vorteil: Man bleibe offen für Veranstaltungen, die finanziell weniger lohnenswert seien. Es sei der Gruppe nämlich wichtig auch kleine Künstler dabei zu haben und nicht nur die großen Namen zu zeigen. Die Eintrittspreise betragen 13 Euro (Abendkasse 15) sowie für Schüler 7 Euro.
Auftreten darf in der Bürgerscheune eigentlich jeder. Die Gemeinde selbst brächte einige Vorschläge, andere Künstler, vor allem aus der Region, meldeten sich direkt bei der BE-Gruppe. Im Herbst setzten sich die elf Mitglieder zusammen und wählten aus, wen man für das kommende Jahr engagieren möchte.
Der erste Auftritt in diesem Jahr am Mittwoch, 16. Februar, gehört der Theatergruppe R.A.B., "Random Acts of Beauty". Sie ist ein professionelles Ensemble ohne eigene Spielstätte, aber mit überwiegend eigenen Stücken. Sowohl die Masken, als auch das Bühnenbild entstünden in eigener Werkstatt. Ab 20 Uhr wird von ihnen das Lehrstück zum Klimawandel "Auf der Spitze des Eisbergs" präsentiert.
Danach werden dieses Jahr auch die Gitarrenklänge vom Cuadro Sur Guitar Trio und klassische Texte, von Eduard Liebermann gelesen, zu hören sein. Außerdem wird Clown Jokus, die Stammgastmusiker Ray Austin & Friends, die Band "The Brothers", das Figurentheater "Tohu Bohu" aus Straßburg, das Polit-Kabarett "Armes Deutschland" mit Uwe Spinder und zuletzt die Gruppe "The Rolling Bones" in der Bürgerscheune auftreten.
Autor: Jenny Leonhard
