ANSICHTSSACHE: Zu viel der Freude

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Fr, 31. Oktober 2014

Grenzach-Wyhlen

Es ist immer wieder angenehm, positive Nachrichten zu vermelden. Dass der 38er bald noch regelmäßiger zwischen Wyhlen und Allschwil verkehrt – und damit richtig viel Individualverkehr von der Straße holt – dürfte den meisten Lesern gefallen. Manchmal gibt es auch Nachrichten, die dem einen gefallen, dem anderen aber nicht. So war es etwa, als Solararchitekt Rolf Disch eine Solarsiedlung auf dem Neufeld bauen wollte. Nicht jeder war davon begeistert, wie man zur heißen Zeit der Diskussion feststellen konnte. Und dann gibt es Nachrichten, die sind so gut, dass man sie gar nicht vermelden kann. Tatsächlich scheinen die nach dem Wahlkampf Konjunktur zu haben. So teilt der CDU-Kreisvorsitzende Armin Schuster mit, dass man Tobias Benz gratuliert und lobt die "gute Vorarbeit des CDU-Ortsverbandes bei der Kandidatensuche." Das kann man ja tun, ist aber nichts für die Zeitung.

Doch auch die SPD hält mit ihrer Freude über den Start des Familienzentrums nicht hinterm Berg und verschickt dafür eine Pressemitteilung. Allerdings hat man den Eindruck, dass es dabei weniger um den Familientreff an sich geht, als darum, die maßgebliche Beteiligung der SPD zu betonen, die 2011 einen Antrag zur Erarbeitung eines Konzepts hin zur "Familienfreundlichen Kommune" gestellt hatte. Seltsam, dass auch dieses Eigenlob es nun doch in die Zeitung geschafft hat.