Bebauungsplan muss auf vieles achten

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Di, 12. März 2013

Grenzach-Wyhlen

Entwurf für BASF-Areal.

GRENZACH-WYHLEN (rs). Mit heißer Nadel gestrickt wurde der Bebauungsplanentwurf, den die Verwaltung am heutigen Dienstag den Gemeinderäten als Basis für eine mögliche Veränderungssperre vorgestellt wird. Entwickelt wurde er auf der Grundlage der Rahmenvereinbarung mit der Industrie, der ursprünglich eine Gewerberahmen rund um einen industriellen Kern vorgesehen hat (siehe auch Grafik) – nur dass im Falle einer Veränderungssperre nur noch eine reine Gewerbenutzung vorgesehen ist, wie Bauamtsleiterin und Planverfasserin Monika Neuhöfer-Avdic erläuterte. Die planerischen Rahmenbedingungen seien dabei zu berücksichtigen gewesen erläutert sie – Regionalplan, Landesentwicklungsplan und die Störfallverordnung.

Weil Grenzach-Wyhlen nach dem Regionalplan lediglich ein Unterzentrum ist, also keine regionale Versorgungsfunktion einnimmt, ist großflächiger Einzelhandel in Form eines Einkaufszentrums nicht möglich, erläutert Jean-Michel Damm vom Regionalverband in Waldshut, denn dafür (Stichwort: Möbelmarkt oder Mediamarkt) brauche es ein Sondergebiet. In einem Gewerbegebiet sei Einzelhandel bis zu 800 Quadratmetern zwar möglich, viele Gemeinden – auch Grenzach-Wyhlen – haben sich mit Zentrenkonzepten dagegen gewehrt, dass sich außerhalb der Ortsmitten Einzelhandel ansiedelt. Die Störfallverordnung könnte – das sei im Einzelfall zu prüfen – kundenintensive Betriebe verhindern. Unter dem Strich wird es für das BASF-Areal also darauf hinauslaufen, dass ohne Industrie ausschließlich die Ansiedlung von produzierendem Gewerbe möglich sein wird. Die Gemeinderatssitzung beginnt heute um 19 Uhr im Haus der Begegnung.