Ein Spaziergang soll den Protest sichtbar machen

mart

Von mart

Di, 23. Juni 2015

Grenzach-Wyhlen

Greenpeace Schweiz, die BUND Ortsgruppe Grenzach-Wyhlen und die Bürgerinitiative Zukunftsforum laden am Sonntag ein.

GRENZACH-WYHELN (mart). Am Sonntag, 28. Juni, veranstalten Greenpeace Basel, der BUND und die BI Zukunftsforum um 11 Uhr einen gemeinsamen Protestspaziergang von Grenzach nach Basel. Unter dem Motto "Für sauberes Trinkwasser und einen Totalaushub der Kesslergrube" ist zuerst eine Demonstration vor dem Werksgelände der BASF in der Köchlinstraße in Grenzach geplant. Dort wird Herwig Eggers, der Vorsitzenden der BUND Ortsgruppe Grenzach-Wyhlen, eine kurze Rede halten.

Ab 11:30 Uhr startet ein geplanter Protestspaziergang vom BASF Werksgelände über das Kraftwerk Birsfelden bis zum Basler Marktplatz. Auf diesem soll es laut Ankündigung der Veranstalter ab 14 Uhr ein gemütliches Picknick mit musikalischer Unterhaltung und verschiedenen Reden geben. Angekündigte Redner sind: Carola Lambelet von der BI Zukunftsforum, Thomas Grossenbacher, Großrat der Grünen in Basel-Stadt, Beat Schreiner von der IG Deponie Feldreben und Altlastenspezialist Martin Forter.

Die Veranstalter rufen in ihrem Flyer, der auch in Grenzach-Wyhlen verteilt wurde, zu einem farbigen und friedlichen Spaziergang auf. Bei diesem sollen Menschen aus allen Generationen ein Zeichen für sauberes Trinkwasser und einen verantwortungsvollen Umgang mit den Altlasten der Chemiefirmen in unserer Region setzen.

Laut Greenpeace befinden sich in der Kesslergrube mehr als 15 000 Tonnen hochgiftigen Chemiemülls. Und das nur wenige Hundert Meter von den Langen Erlen entfernt, wo Basel ein Großteil seines Trinkwassers gewinnt. Während Roche ihren Teil der Grube totalsanieren wird, plant die BASF eine Einkapselung ihres Teils der Deponie. Dabei verbleibe der Chemiemüll für zukünftige Generationen im Boden, heißt es. Die Veranstalter fordern daher von BASF, "die Verantwortung für Mensch und Umwelt zu übernehmen und eine Totalsanierung vorzunehmen". Weiter soll BASF das Gelände für eine vielfältige Nutzung aufbereiten, statt eine Viertelmilliarde einzusparen und der Region verseuchte Erde zu hinterlassen. Von der Basler Regierung und der Politik fordert man, sich für einen Totalaushub der Kesslergrube einzusetzen. Zumal die Deponie auch von der Basler Chemie genutzt wurde und eine Einkapselung nach Schweizer Recht nicht zulässig wäre, so Greenpeace weiter.