Freie Wähler fordern Aushub

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 23. Juli 2014

Grenzach-Wyhlen

Schreiben zur Kesslergrube.

GRENZACH-WYHLEN (BZ). Zum im Landratsamt Lörrach offengelegten Antrag der BASF, den Perimeter 2 der Kesslergrube mit einer Umspundung und Überdeckelung zu sanieren, nehmen die Freien Wähler Grenzach-Wyhlen Stellung. "Wir sind für den Totalaushub des Giftmülls, der von den Chemiefirmen in umweltfrevlischer Weise abgelagert worden ist", beginnt das Schreiben, das zu Händen von Landrätin Marion Dammann, des Umweltreferenten im Landratsamt Georg Lutz, Bürgermeister Jörg Lutz und den BASF-Projektleiter Livio Ullmann gerichtet ist. Nur der Totalaushub sei nachhaltig, während die Umspundung den giftigen Müll zurücklasse.

Die Kläranlage sei sowohl für die Kommune als auch für die BASF zu groß, heißt es weiter. "Deshalb lassen wir die Kläranlage als Hauptargument gegen den Totalaushub nicht gelten, da sie weder von der BASF gebraucht wird noch den Erfordernissen der Kommune entspricht", so das von den Gemeinderäten und dem Vorstand verfasste Schreiben. Die Gemeinde müsse sich um eine andere Lösung bemühen, "die die eigene Entwicklung nicht hemmt oder Möglichkeiten verbaut".

Die Freien Wähler kritisieren die Informationspolitik der BASF: "Mit keiner Information, Teilinformation, falscher Information, scheibchenweise oder gar nicht wird die Gemeinde von der BASF abgespeist." Man fordert, dass so saniert wird, dass neues Positives, im Umfeld von zum Beispiel der Basel Life Science entstehen könne. An einen langfristigen Verbleib der BASF in Grenzach glaubt man nicht.

Das Landratsamt fordert man auf, "im Sinne des Nachhaltigkeitsgutachtens die Interessen der Kommune, ihrer Bürger und aller Anwohner entlang des Rheins vor allem in Bezug auf die Zukunft nachhaltiger zu gewichten als kurzfristige wirtschaftliche Vorteile mit garantiertem Boomerangeffekt."