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07. März 2014

Hornacker ohne Einwände

Verkürzte Offenlage des Bebauungsplanes ist abgeschlossen / Disch: Quartier wird vielfältiger.

  1. Smaragdeidechsen wurden am Hornacker keine gefunden. Die auf dem Bild stammt aus dem Kaiserstuhl. Foto: Reinhold Treiber

GRENZACH-WYHLEN. Am Dienstag endete die verkürzte Offenlage des Bebauungsplanes Hornacker. Eine erneute Offenlage war nötig geworden, weil die Gemeinden Riehen und die Stadt Basel in der ersten Offenlage Bedenken geäußert hatten, die Architekt Rolf Disch zu einer freiwilligen Änderung in seinem Bebauungskonzept gebracht hatten. Nun sieht es so aus, als sei der Bebauungsplan kurz vor der Beschlussfassung.

Man hatte gebeten, die Bebauung in direkter Nachbarschaft zum Friedhof Hörnle zu reduzieren. Es war laut Stadtplaner Andreas Schütt möglich, nur in eine verkürzte Offenlegungsphase zu gehen, da es sich nur um kleine Änderungen im Bebauungsplan handelte. Eine kürzere Phase war im Interesse aller, damit das schon lange andauernde Verfahren endlich abgeschlossen werden kann.

Rolf Disch, der das Gebiet ursprünglich in eigener Regie überbauen wollte, die Grundstücke aber mittlerweile an die Basler Pensionskasse Abendrot verkauft hat und in deren Auftrag seine Solarsiedlung weiterverfolgt, sagte auf Anfrage der Badischen Zeitung, dass es von Seiten Basels und Riehens Dankesschreiben gegeben habe, dass man die Anregungen umgesetzt habe. Einwendungen, die in der Phase der verkürzten Offenlegung eingegangen seien, waren ihm keine bekannt. Er geht davon aus, dass in der Sitzung des Gemeinderats am 25. März der Satzungsbeschluss gefällt werden wird.

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Aktuell arbeitet Disch an den Mobilitäts- und Energiekonzepten für die Solarsiedlung. Diese seien Vorarbeiten für die sich anschließende Erschließungsplanung. Die Vorplanung der Solarsiedlung werde sich seinen Aussagen nach noch einmal verändern. Von Seiten der Stiftung Abendrot war der Wunsch gekommen, eine größere Durchmischung der Wohnungstypen zu ermöglichen. Damit werde die Solarsiedlung noch vielfältiger, meinte Disch.

Im Bauamt bestätigt Hermann Räpple, dass keine nennenswerten Eingaben mehr gemacht wurden, nur noch Schreiben, dass die Änderungen zur Kenntnis genommen worden seien. Räpple geht ebenfalls davon aus, dass das Bauamt dem Gemeinderat in der Sitzung vom 25. März die Empfehlung geben wird, den Bebauungsplan Hornacker zur Satzung zu erheben. Damit ginge ein mehr als dreijähriger Prozess zu Ende. Ein halbes Jahr hatte allein die artenschutzrechtliche Prüfung gedauert, bei der des vornehmlich um die Smaragdeidechse gegangen war. Die hatte im Hornacker zwar keiner gesehen, sie hätte dort aber leben können. Es wurde vor den Spezialisten zu guter Letzt keine gefunden.

Autor: Ralf H. Dorweiler