Kesslergrube präsentiert sich online

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Mi, 16. Oktober 2013

Grenzach-Wyhlen

Roche und BASF haben eine gemeinsame Internetseite gestartet, die über die Altlastensanierung in Grenzach informiert.

GRENZACH-WYHLEN. Information ist Trumpf. Das gilt in besonderem Maße für die von der Gemeinde am morgigen Donnerstag, 17. Oktober, geplante Bürgerinformation im Haus der Begegnung (wir berichteten), die um 19.30 Uhr beginnen wird. Dort werden auch Roche und BASF ihre Sanierungskonzepte vortragen. Schon im Vorfeld informieren kann man sich auch im Internet. Roche und BASF haben die gemeinsame Seite http://www.kesslergrube.de gestern mit neuen Inhalten online gestellt und bieten Einsichten in die Sanierung.

Die Homepage
"Kesslergrube – nachhaltig in die Zukunft!", steht als Überschrift auf der Homepage, die auch gleich unterscheidet zwischen Perimeter 1, den Sanierungsteil der Roche, und Perimeter 2, den Teil, für den die BASF zuständig ist. In bunten Darstellungen wird der geplante Ablauf der Sanierungen sichtbar gemacht, kurze Texte erläutern, wie die einzelnen Schritte ablaufen.

Das Projekt
Unter dem Reiter "Das Projekt" wird ein geschichtlicher Abriss geboten, wie und von wem die Kesslergrube zu dem wurde, was heute saniert werden muss. "Ab den 1950er Jahren erfolgte bis 1976 eine Wiederauffüllung mit Erdaushub, Bauschutt, Hausmüll und Abfällen der chemisch-pharmazeutischen Industrie", heißt es da. "Verfüllt wurden die Gruben durch ortsansässige Industriebetriebe, Müllfuhrunternehmen und die Standortgemeinde." Der Anteil an Abfällen aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie lasse sich nach Untersuchungen auf bis zu 20 Prozent abschätzen. Weiter unten wird geschrieben, dass das "Grundwasser unterhalb der Grube durch industrielle Stoffe belastet" ist. Der Begriff der Nachhaltigkeit fällt mehrmals, auch wird betont, dass beide Sanierungskonzepte den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Zeitplan
Anhand eines Zeitstrahls wird die Konzeption beider Unternehmen deutlich gemacht. Der Strahl beginnt 2014 und endet 2019. Bei beiden parallel steht die Offenlegung des Sanierungsplanes Mitte 2014. BASF plant, Mitte 2016 den Abschluss der Sanierungsarbeiten und Beginn der Überwachung und Nachsorge, während dies bei der Roche erst Mitte 2019 steht.

Perimeter 1 (Roche)
Auf der Unterseite zur Roche-Grube wird klar, warum die Arbeiten auf dem kleineren Grundstück länger dauern. Der komplette Aushub des Materials bis zum Grundwasser, die thermische Entsorgung und Wiederauffüllung brauchen nun mal ihre Zeit. Zudem wird ein Teil des dritten Perimeters, das ist das Stück der Kesslergrube, über das die Umgehungsstraße geplant ist, ebenfalls von Roche mitsaniert.

Perimeter 2 (BASF)
Auch die geplante Einkapselung im Perimeter 2 wird von der BASF ausführlich beschrieben und bebildert. Wie schon bei Roche finden sich mehrere Unterreiter auf den Seiten, wo man sich etwa Untersuchungsergebnisse herunterladen kann.

Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen werden auf dieser Unterseite beantwortet, etwa steht dort, dass durch die Altlasten nie eine Gefahr für das Trinkwasser bestanden habe und auch jetzt nicht besteht, oder welche Rolle das Landratsamt bei der Sanierung spielt. Zusätzliche Fragen können gestellt werden.

Sonstiges
Die Perimeterseiten werden von dem jeweiligen Sanierer eigenverantwortlich mit Informationen gefüllt, so heißt es in der Pressestelle der Internetseite. Auch das Impressum ist darum zweigeteilt. Der Reiter "Kontakt" führt zu den beiden Projektleitern bei Roche und BASF und zur gemeinsamen Kontaktstelle. Dort wird die Anfrage geprüft und an die jeweils Verantwortlichen weitergeleitet. Die Internetseite soll ständig aktualisiert und erweitert werden, vorgesehen sind auch im späteren Verlauf genaue Berichte vom Sanierungsfortschritt.