BASF-Areal

KOMMENTAR: Chancen und Risiken

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Di, 05. Februar 2013

Grenzach-Wyhlen

Die Botschaft, dass auch ein Labor (also mit positivem Image behaftet) grundsätzliches Interesse an einer Ansiedlung bekundet hat ist völlig untergegangen, angesichts der Nachricht, dass BASF-Chef Bernd Brian auch einen weiteren Entsorgungsbetrieb als Interessenten genannt hat. Je nach Standpunkt kommt sie zur rechten Zeit oder eben zur Unzeit. Auf jeden Fall macht sie jedem, der an der Diskussion um oder an der politischen Entscheidung über die Zukunft des BASF-Areals beteiligt ist, klar, dass es einer dringenden Weichenstellung bedarf, soll Grenzach-Wyhlen nicht in den Ruf gelangen wollen, Deutschlands Schmuddelecke zu sein – völlig unabhängig davon, dass eine Entsorgungsfirma auch Recycler genannt werden kann und Recycling von Stoffen absolut positiv zu bewerten ist. Das Interesse von Firmen aus der Abfallwirtschaft, aber auch die Aktivitäten von DSM, die mit dem Pfund ihrer verschiedenen Abwasserbehandlungsmethoden wuchern und ihre entsprechenden Kompetenzen anpreisen, ist ein Beleg dafür, dass in der Gemeinde vorhanden ist, was im weiten Umkreis mehr und mehr fehlt: Industriegelände mit allen Chancen und Risiken. Der Gemeinderat muss entscheiden, ob er einen Zimmermann schluckt und sich zutraut eine zufriedenstellenden Vertrag mit BASF über die künftige Entwicklung zu kreieren oder es für aussichtsreich hält, gegen die Firma und damit den Eigentümer eines 20 Hektar großen Industrieareals eine ordentliche Altlastenbeseitigung und reine Gewerbeentwicklung auf den Weg zu bringen.